Eine Geschichte, die den Alltag in so vielen Familien widerspiegelt und mich nachdenklich gemacht hat
Auf den ersten Blick wirkt das Cover auf mich freundlich, das adrette Cafe, in dem die Frau sitzt, der angenehme Ausblick durch das Fenster und die grünen Blätter der Zimmerpflanze im oberen Bereich. Doch die Frau, bei der ich mir vorstelle, dass es sich um Nina handelt, wirkt einsam, den selben Eindruck hatte ich auch in der Leseprobe von ihr.
Wie es in so vielen Familien geschieht, ist es Nina, die um der Kinder Willen ihre beruflichen Pläne aufgegeben hat und sich nun in ihrer Rolle gefangen fühlt. Obwohl sie ganz offensichtlich alles am Laufen hält, neben ihrem Job den Ehemann und die Kinder umsorgt, gibt ihr der erfolgreiche Herr Doktor das Gefühl, sich für ihre Ausgaben rechtfertigen zu müssen, da er doch den größten Anteil am Familieneinkommen erwirtschaftet. Da Alex´ Perspektive in der Leseprobe noch nicht gezeigt wurde, kann ich mir noch kein wirkliches Bild von ihm machen, fühlt er sich tatsächlich so großspurig, wie er in finanzieller Hinsicht von seiner Frau wahr genommen wird, oder war die Bemerkung um ihre Friseurbesuche einfach gedankenlos? Achtet er Nina für alles, was sie tut, oder nimmt er sie als selbstverständlich hin, glaubt er als Hauptverdiener das Recht auf ihre Fürsorge zu haben? Mich interessiert sehr, was er über Ninas heimlichen Zweitjob denken würde, wenn er denn jemals davon erfährt.
Emilia finde ich ebenfalls spannend, in ihr und Ben kann ich Züge meiner eigenen Kinder erkennen. Mit ihren sechzehn Jahren sieht sich die Gymnasiastin bereits erwachsen und empfindet die mütterliche Sorge als Einengung, ohne zu bemerken, dass sie sich stattdessen an Julian anpasst (bei ihm schmecken z.B. die Artischocken wunderbar, die sie zuhause prinzipiell verschmähen würde...) Wobei mir Julian selbst noch ein wenig suspekt ist, besonders da er Nina das Gefühl vermittelt, auf sie herab zu sehen. Und ich glaube auch, dass er sich bewusst ist, wie leicht er Emilia um den Finger wickeln kann, um alles zu bekommen, was er sich von ihr wünscht. Wenn ich diesen Gedanken noch ein wenig weiter spinne, könnte ich mir vorstellen, dass er sich bewusst ein so junges Mädchen ausgesucht hat, deren Unsicherheit er ausnutzen kann, um sie nach seinen Wünschen zu formen?
Der introvertierte Ben scheint einfach nur seine Ruhe zu wollen, zumindest im heimischen Umfeld, offensichtlich ist er vom familiären Alltag genervt. Die heimliche Schwärmerei für seine Kommilitonin beschäftigt ihn dagegen sehr, allerdings habe ich den Eindruck, dass er recht zurück haltend ist und dadurch kaum Kontakt zu ihr aufnehmen kann.
Die gesamte Familienkonstellation spiegelt die alltäglichen Sorgen und Probleme vieler Menschen wider, die Autorin beweist hier eine gute Beobachtungsgabe, indem sie ihre Leser tief in die unterschwelligen familiären Konflikte hinein führt und ich bin sehr gespannt, ob die Geschichte einige Wendungen bereit hält, so dass es den Eltern und Kindern im Nachhinein wirklich gut gehen wird. Die ersten Kapitel haben mich sehr gefesselt und ich würde die weiteren Entwicklungen sehr gern verfolgen, so dass ich mich über einen Buchgewinn freuen würde.
Wie es in so vielen Familien geschieht, ist es Nina, die um der Kinder Willen ihre beruflichen Pläne aufgegeben hat und sich nun in ihrer Rolle gefangen fühlt. Obwohl sie ganz offensichtlich alles am Laufen hält, neben ihrem Job den Ehemann und die Kinder umsorgt, gibt ihr der erfolgreiche Herr Doktor das Gefühl, sich für ihre Ausgaben rechtfertigen zu müssen, da er doch den größten Anteil am Familieneinkommen erwirtschaftet. Da Alex´ Perspektive in der Leseprobe noch nicht gezeigt wurde, kann ich mir noch kein wirkliches Bild von ihm machen, fühlt er sich tatsächlich so großspurig, wie er in finanzieller Hinsicht von seiner Frau wahr genommen wird, oder war die Bemerkung um ihre Friseurbesuche einfach gedankenlos? Achtet er Nina für alles, was sie tut, oder nimmt er sie als selbstverständlich hin, glaubt er als Hauptverdiener das Recht auf ihre Fürsorge zu haben? Mich interessiert sehr, was er über Ninas heimlichen Zweitjob denken würde, wenn er denn jemals davon erfährt.
Emilia finde ich ebenfalls spannend, in ihr und Ben kann ich Züge meiner eigenen Kinder erkennen. Mit ihren sechzehn Jahren sieht sich die Gymnasiastin bereits erwachsen und empfindet die mütterliche Sorge als Einengung, ohne zu bemerken, dass sie sich stattdessen an Julian anpasst (bei ihm schmecken z.B. die Artischocken wunderbar, die sie zuhause prinzipiell verschmähen würde...) Wobei mir Julian selbst noch ein wenig suspekt ist, besonders da er Nina das Gefühl vermittelt, auf sie herab zu sehen. Und ich glaube auch, dass er sich bewusst ist, wie leicht er Emilia um den Finger wickeln kann, um alles zu bekommen, was er sich von ihr wünscht. Wenn ich diesen Gedanken noch ein wenig weiter spinne, könnte ich mir vorstellen, dass er sich bewusst ein so junges Mädchen ausgesucht hat, deren Unsicherheit er ausnutzen kann, um sie nach seinen Wünschen zu formen?
Der introvertierte Ben scheint einfach nur seine Ruhe zu wollen, zumindest im heimischen Umfeld, offensichtlich ist er vom familiären Alltag genervt. Die heimliche Schwärmerei für seine Kommilitonin beschäftigt ihn dagegen sehr, allerdings habe ich den Eindruck, dass er recht zurück haltend ist und dadurch kaum Kontakt zu ihr aufnehmen kann.
Die gesamte Familienkonstellation spiegelt die alltäglichen Sorgen und Probleme vieler Menschen wider, die Autorin beweist hier eine gute Beobachtungsgabe, indem sie ihre Leser tief in die unterschwelligen familiären Konflikte hinein führt und ich bin sehr gespannt, ob die Geschichte einige Wendungen bereit hält, so dass es den Eltern und Kindern im Nachhinein wirklich gut gehen wird. Die ersten Kapitel haben mich sehr gefesselt und ich würde die weiteren Entwicklungen sehr gern verfolgen, so dass ich mich über einen Buchgewinn freuen würde.