Perfekte Fassade mit verborgenen Rissen
Bereits der Einstieg in Alle glücklich macht deutlich, dass der äußere Schein dieser Familie trügt. Obwohl nach außen alles harmonisch wirkt, deuten sich schon früh verborgene Spannungen und unausgesprochene Probleme an. Man wird ohne Umwege mitten in den Familienalltag gezogen, was mir sehr gut gefallen hat. Besonders die innere Perspektive der Mutter ist eindringlich gestaltet – ihre Gedanken und Sorgen wirken greifbar und emotional. Auch die Darstellung von Emilia überzeugt, da Sprache und Ton gut zu ihrem Alter passen. Insgesamt wirkt die Geschichte sehr lebensnah und zeigt, dass jedes Familienmitglied eigene Lasten mit sich trägt. Gerade dieser Kontrast zwischen perfekter Fassade und innerem Druck macht mich neugierig auf den weiteren Verlauf der Handlung und darauf, was passiert, wenn das fragile Gleichgewicht zerbricht.