Wehmütig, traurig.

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aerdna Avatar

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Das ganz normale, alltägliche Elend.
Berührt, macht traurig, wehmütig, melancholisch, sehnsüchtig.
Ein sehr gut getroffenes Portrait unserer kommunikationsgestörten Gesellschaft. Dessen, was passiert, wenn man nach unhinterfragten Regeln lebt, nicht ausspricht, was man braucht und fühlt. Wenn Erwartungshaltungen nicht geklärt werden. Wenn Familien nicht miteinander reden können.
Wenn man zusammen einsamer ist, als allein.
Nina, die sich in Care-Arbeit aufopfert, obwohl keiner sie will, weil sie sich selbst nicht die nötige Fürsorge geben kann. Emmi, die unsicher ist, ob sie geliebt wird; wie auch, ohne stärkende Grenzen.
Ben, der sich einigelt, weil sich nicht behaupten kann, wer nicht weiß, wer er ist.
Mal sehen, zu welcher Auflösung geführt wird, welcher Ausstieg sich aus dieser erdrückenden Situation vielleicht ergibt.
Das Cover finde ich sehr schön, ich mag den Stil eines Gemäldes. Inhaltlich spricht es genau den Nagel auf den Kopf - jeder sieht nur die angewandte Seite des Andern, weil keiner den Mut hat, sich sichtbar - und verletzlich - zu machen.