Alle glücklich oder nicht?

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ketty Avatar

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Nina, Alexander, Emilia und Ben sind eine typische Vorzeigefamilie. So scheint es zumindest. Doch niemand weiß was wirklich in ihnen vorgeht.

Wie sagt man so schön: Unter jedem Dach ein Ach.

Kira Mohn hat das ganz gut dargestellt in ihrem Buch. Für Außenstehende scheint alles perfekt zu sein. Verheiratet, 2 Kinder, ein Haus, ein guter Job, keine Geldprobleme, dann kann es ja auch sonst keine geben.

Die Autorin beschreibt den Alltag der Familienmitglieder jeweils aus deren eigenen Sicht. So wird schnell klar, dass jeder der vier mit sich selbst beschäftigt ist, in seiner eigenen Welt lebt und keine Ahnung hat, was eigentlich bei den anderen so los ist und wie sie sich fühlen. Es zeigt deutlich, dass man niemanden in den Kopf schauen kann und man immer nur das sieht und weiß, was der andere einen glauben lassen möchte.
Der Schreibstil ist recht sachlich und nüchtern. Die ständigen Perspektivwechsel fand ich eigentlich ganz gut, aber haben dazu beigetragen, dass ich immer aus der jeweiligen Situation raus gekommen bin und emotional nicht so tief drin war. An sich hat mich die Geschichte aber dennoch gepackt und ich fand das Buch interessant. Zum Schluss hin war aber ganz schön viel los bei allen, was mir persönlich dann schon ein bisschen zu viel war.