Alle unglücklich

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Eigentlich sind Nina, Alexander, Ben und Emilia die prototypisch perfekte Familie: Sie gibt sich hin für die Familie, er ist gutverdienender Arzt, Ben studiert und Emilia ist auf dem Gymnasium und mit ihren 16 Jahren aus dem Gröbsten raus. Doch irgendwann ist dieser Familie das Gespür füreinander abhanden gekommen und sie koexistieren nur noch, ohne einander Halt und Stütze in den Aufs und Abs des Lebens sein zu können. Schließlich kulminiert diese Entfremdung für alle vier auf verschiedene Arten in der sexuellen Dimension.
Der Roman ist eine eindrückliche Warnung, es im Privaten nicht so weit kommen zu lassen. Damit verbunden ist aber auch Kritik an der Gesellschaft, die diese typische Aufgabenverteilung in der Familie begünstigt, die hier zur Entfremdung geführt hat.
Kira Mohns Roman ‚Alle glücklich‘ lässt einen als Leser eher traurig zurück. Das sollte man wissen, bevor man das Buch liest.