Berührend

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tintenklex Avatar

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„Alle glücklich“ hat mich sehr berührt. Dieses Buch geht schnell unter die Haut und zwar nicht, weil die Geschichte so außergewöhnlich ist – im Gegenteil: Man kann sich beim Lesen gut vorstellen, dass genau diese Szenen in diesem Moment in einem absolut normalen Haushalt ablaufen. Eine typische Familie mit einem typischen Leben – aber was, wenn das perfekte Bild plötzlich zu Bröckeln beginnt? Nicht an einer Stelle, sondern an allen gleichzeitig. Wenn man in einem Haus voller Menschen ganz allein dasteht und niemanden hat, dem man sich anvertrauen kann. Mohn beschreibt eindrücklich, wie sich vier Leben innerhalb kürzester Zeit komplett verändern und was es mit Menschen macht, wenn sie sich nicht gehört oder gesehen fühlen. Was aus uns wird, wenn unsere gewohnten Rahmen nicht mehr halten und wir allein ganz neuen, übergroßen Herausforderungen gegenüber stehen. Wie wichtig dabei Kommunikation, Vertrauen und Nähe ist, wird ebenso deutlich wie die Tatsache, wie schnell wir vom „richtigen“ Weg abkommen können, wenn all das fehlt.