Ein Roman der Zwischentöne
Ich habe „Alle glücklich“ von Kira Mohn als einen sensiblen und vielschichtigen Roman erlebt, der sich auf leise, aber eindringliche Weise mit den Brüchen hinter vermeintlich perfekten Lebensentwürfen auseinandersetzt. Die Autorin erzählt mit großer Empathie von ihren Figuren, deren Sehnsüchte, Zweifel und innere Konflikte glaubwürdig und nachvollziehbar gezeichnet sind. Besonders überzeugt hat mich die atmosphärische Dichte, die sich wie ein feiner Schleier über die Handlung legt und mich immer wieder zum Innehalten gebracht hat.
Kira Mohn setzt dabei weniger auf dramatische Zuspitzung als auf Zwischentöne und emotionale Nuancen. Gerade darin liegt die große Stärke des Romans, auch wenn das Erzähltempo stellenweise etwas gedrosselt wirkt und einzelne Passagen sich leicht in die Länge ziehen. Dennoch entsteht ein stimmiges Gesamtbild, das lange nachwirkt. Für mich ein kluger, berührender Roman mit kleinen Längen, den ich mit vier von fünf Sternen bewerte.
Kira Mohn setzt dabei weniger auf dramatische Zuspitzung als auf Zwischentöne und emotionale Nuancen. Gerade darin liegt die große Stärke des Romans, auch wenn das Erzähltempo stellenweise etwas gedrosselt wirkt und einzelne Passagen sich leicht in die Länge ziehen. Dennoch entsteht ein stimmiges Gesamtbild, das lange nachwirkt. Für mich ein kluger, berührender Roman mit kleinen Längen, den ich mit vier von fünf Sternen bewerte.