Ergreifendes Portrait einer ganz normalen Familie
Kira Mohn beschreibt in ihrem neuesten Buch eine scheinbar ganz normale Familie. Die Mutter, Nina, konnte ihr Medizinstudium aufgrund ihrer ersten Schwangerschaft nicht abschließen, arbeitet als Arzthelferin und hat nebenbei noch heimlich einen Job im Supermarkt, um etwas Geld für sich zu haben. Alexander, ihr Mann, ist erfolgreicher Arzt an einer Klinik. Der 19jährige Ben, Student, hockt die meiste Zeit in seinem Zimmer und zockt, während seine jüngere Schwester, die 16jährige Emilia, gerade ihre erste Liebe mit Julian erlebt.
Auf den ersten Blick handelt es sich um eine ganz alltägliche Familie, von der Außenstehende annehmen, sie wäre glücklich.
Doch die Autorin blickt hinter die Fassade und macht die Risse darin sichtbar.
Nina fühlt sich ungesehen, in ihrer Bedeutung abgewertet. Was ihre Kinder beschäftigt, wissen weder sie noch ihr Ehemann. Auch Alexander ist sehr mit sich selbst beschäftigt, er hält alle für undankbar, da er der Meinung ist, er arbeitet am meisten und finanziere der Familie den guten Lebensstil.
Alles ändert sich, als Nina in ihrem Zweitjob Anastasia kennenlernt, mit der sich sich sogleich gut versteht.
Jedes Kapitel handelt aus der Sicht eines anderen Familienmitglieds. Kira Mohn schildert alltägliche Begebenheiten, beim Lesen fällt jedoch stark auf, wie sehr jedes Familienmitglied auf sich allein gestellt ist, sich allein fühlt. Keiner der vier spricht über seine Probleme, vertraut sich niemandem an. Man spürt förmlich die kühle Atmosphäre, die vorherrscht.
Besonders berührt hat mich der Sohn, der von allen als eigenbrötlerisch und faul betrachtet wird, vor allem vom ehrgeizigen Vater, in Wahrheit aber nur schrecklich einsam und verloren ist und sich jemanden wünscht, den er lieben kann.
Ein mitreißendes und fesselndes Buch voller sensibler Beobachtungen, das ich nicht aus der Hand legen konnte.
Auf den ersten Blick handelt es sich um eine ganz alltägliche Familie, von der Außenstehende annehmen, sie wäre glücklich.
Doch die Autorin blickt hinter die Fassade und macht die Risse darin sichtbar.
Nina fühlt sich ungesehen, in ihrer Bedeutung abgewertet. Was ihre Kinder beschäftigt, wissen weder sie noch ihr Ehemann. Auch Alexander ist sehr mit sich selbst beschäftigt, er hält alle für undankbar, da er der Meinung ist, er arbeitet am meisten und finanziere der Familie den guten Lebensstil.
Alles ändert sich, als Nina in ihrem Zweitjob Anastasia kennenlernt, mit der sich sich sogleich gut versteht.
Jedes Kapitel handelt aus der Sicht eines anderen Familienmitglieds. Kira Mohn schildert alltägliche Begebenheiten, beim Lesen fällt jedoch stark auf, wie sehr jedes Familienmitglied auf sich allein gestellt ist, sich allein fühlt. Keiner der vier spricht über seine Probleme, vertraut sich niemandem an. Man spürt förmlich die kühle Atmosphäre, die vorherrscht.
Besonders berührt hat mich der Sohn, der von allen als eigenbrötlerisch und faul betrachtet wird, vor allem vom ehrgeizigen Vater, in Wahrheit aber nur schrecklich einsam und verloren ist und sich jemanden wünscht, den er lieben kann.
Ein mitreißendes und fesselndes Buch voller sensibler Beobachtungen, das ich nicht aus der Hand legen konnte.