Familie unterm Brennglas

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stoepfel Avatar

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Der Inhalt scheint alltäglich. Dass er es nicht ist, signalisiert letztlich schon der Klappentext.

Reihum folgen wir der Familie durch ihren Sommer, die Perspektive wechselt geschickt:
Nina, die immer an alle(s) denkt und entdeckt, dass es auch sie selbst gibt.
Alexander, der zwischen Selbstmitleid und konservativem Rollenbild hängt.
Die Kinder Emilia und Ben ohne materielle Sorgen auf der Suche nach dem Ich und dem Lebenssinn.

Geschrieben ist das Ganze wunderbar leicht und fröhlich anmutend, man ahnt die Zuspitzung nicht sofort.

Aber natürlich muss sie kommen und lässt keinen verschont.

Was ist das - Glück? Wie hält man es zusammen oder stellt es überhaupt her in einem Mikrokosmos zwischen Pubertät und Midlifekrise.
Wesentliche Punkte, stark komprimiert, dennoch glaubwürdig und auch noch unterhaltsam.

Fast ein Ratgeber 'der anderen Art', man kann gut eigene Entscheidungen, Verhaltensweisen (...) gegenprüfen. Tolles Leseerlebnis.

Ich danke vorablesen.de und dem Verlag für das Rezensionsexemplar.