Machtgefälle
In Kira Mohns "Alle glücklich" geht es um Nina und Alexander sowie ihre Kinder Emilia und Ben - Eine von außen hin gutbürgerliche Familie. Das könnte man zumindest meinen.
Nina und Alexander haben sich während ihres Medizinstudiums kennengelernt und obwohl Alexander nun erfolgreich als Oberarzt arbeitet, hat Nina nach ihrer Schwangerschaft zum Ende des Studiums ihre eigene Karriere hintenangestellt und arbeitet nun als MTA.
Ihr Sohn Ben ist Student und man sollte meinen, dass dies die beste Zeit im Leben eines jungen Erwachsenen sein sollte, doch Ben ist schüchtern und ein kleiner Nerd mit wenig sozialen Kontakten.
Ihre Tochter Emilia ist Schülerin und bei ihr scheint alles gut zu laufen, vor allem in den Bereichen, in denen Ben viel Kummer erleidet.
Mohn schafft es in ihrem Roman ein "ganz normales" Familienkonstrukt zu schaffen, das es so bestimmt zuhauf gibt und in das sich viele Leser*innen hineinversetzen können. Die kleinen Probleme, die sich anfangs aufzeigen, werden mit der Zeit jedoch immer größer und entwickeln sich in weitere Probleme. Dabei nehmen Themen wie ungleiche Machtverhältnisse, Missbrauch, Einsamkeit, mangelndes Einstehen für sich selbst und Weiterentwicklung einen großen Platz ein. Manchmal wirkt das alles jedoch viel zu viel und es wäre schöner gewesen, wenn die Autorin sich auf ein, zwei Themen weniger eingelassen hätte, denn so hat die Geschichte am Ende für mich ein wenig seiner Glaubwürdigkeit verloren.
Zusammenfassend fand ich den Roman dennoch lesenswert und die genannten Themen auch wichtig. Er ließ sich gut lesen und ich bin definitiv nicht abgeneigt ein weiteres Buch der Autorin zu lesen. Daher vergebe ich 3,5 Sterne
Nina und Alexander haben sich während ihres Medizinstudiums kennengelernt und obwohl Alexander nun erfolgreich als Oberarzt arbeitet, hat Nina nach ihrer Schwangerschaft zum Ende des Studiums ihre eigene Karriere hintenangestellt und arbeitet nun als MTA.
Ihr Sohn Ben ist Student und man sollte meinen, dass dies die beste Zeit im Leben eines jungen Erwachsenen sein sollte, doch Ben ist schüchtern und ein kleiner Nerd mit wenig sozialen Kontakten.
Ihre Tochter Emilia ist Schülerin und bei ihr scheint alles gut zu laufen, vor allem in den Bereichen, in denen Ben viel Kummer erleidet.
Mohn schafft es in ihrem Roman ein "ganz normales" Familienkonstrukt zu schaffen, das es so bestimmt zuhauf gibt und in das sich viele Leser*innen hineinversetzen können. Die kleinen Probleme, die sich anfangs aufzeigen, werden mit der Zeit jedoch immer größer und entwickeln sich in weitere Probleme. Dabei nehmen Themen wie ungleiche Machtverhältnisse, Missbrauch, Einsamkeit, mangelndes Einstehen für sich selbst und Weiterentwicklung einen großen Platz ein. Manchmal wirkt das alles jedoch viel zu viel und es wäre schöner gewesen, wenn die Autorin sich auf ein, zwei Themen weniger eingelassen hätte, denn so hat die Geschichte am Ende für mich ein wenig seiner Glaubwürdigkeit verloren.
Zusammenfassend fand ich den Roman dennoch lesenswert und die genannten Themen auch wichtig. Er ließ sich gut lesen und ich bin definitiv nicht abgeneigt ein weiteres Buch der Autorin zu lesen. Daher vergebe ich 3,5 Sterne