Was, wenn dein Leben nicht (mehr) zu dir passt?

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„Alle glücklich“ von Kira Mohn ist ein Buch, dessen Geschichte nachhallt. Anhand der Leseprobe dachte ich, die Geschichte beginnt mit Problemen, die im Verlauf aufgearbeitet werden. Und dann kam alles anders - mehr möchte ich dazu gar nicht sagen, weil man es sonst als Spoiler ansehen könnte.

Die Geschichte wird aus vier Perspektiven erzählt, nämlich von allen vier Familienmitglieder. Dabei verschwimmt die Grenze zwischen Individuum und Familie und bringt dadurch eine schöne Komplexität mit sich.

Am meisten Bezug konnte ich zu Ben aufbauen, der von seiner Lebenssituation her noch am nächsten an mir dran ist und dessen Gedankengänge ich einfach sehr gut nachvollziehen konnte. Und auch die Mutter, Nina, hat mir vor Augen geführt, wie schnell das eigene Leben unter Kindern und Familienalltag in den Hintergrund rückt und dass ich es niemals so weit kommen lassen möchte.

Es entsteht eine interessante Dynamik, mit Geschehnissen, die ich nicht erahnt habe und am Ende schlug ich das Buch zu und wusste erstmal gar nicht was ich sagen soll. Das Ende finde ich sehr passend gewählt und lässt ausreichend Raum zum vermuten und spekulieren.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung, für ein Buch, das ernste Themen behandelt ohne zu melancholisch und düster zu werden.