Wenn die perfekte Fassade bröckelt
In 'Alle glücklich' geht es um die Familie Holtstein, die nach außen hin wie die perfekte Bilderbuchfamilie wirkt - doch schnell wird klar, dass hinter dieser Fassade einiges im Argen liegt.
Vater Alex flüchtet sich in seine Arbeit und in anzügliche Fantasien gegenüber seiner Sekretärin. Mutter Nina führt neben dem Familienalltag ein heimliches Doppelleben, und auch die Kinder Ben und Emilia kämpfen jeweils mit ihren eigenen Unsicherheiten und Problemen.
Das Buch ist in der Erzählperspektive geschrieben. Jedes Kapitel nimmt abwechselnd eines der Familienmitglieder in den Fokus. Dabei beobachtet der Leser, wie die Familie nach und nach implodiert, bis es am Ende zu einem tragischen Finale kommt.
Meiner Meinung nach gelingt es der Autorin hervorragend, die einzelnen Figuren zu porträtieren und ihre jeweiligen Entwicklungen und inneren Konflikte zu beschreiben. Ich konnte ihre Gedanken und Handlungen meist gut nachvollziehen, selbst wenn sie mir - wie im Fall von Alex - nicht unbedingt sympathisch waren. So konnte ich am Ende sogar Mitgefühl für ihn empfinden.
Handlung und Figuren sind teilweise klischeehaft. Dennoch sehe ich darin ein, wenn auch leicht überzeichnetes, Abbild dessen, was in vielen „klassischen“ Familienkonstellationen Realität sein dürfte: eine sich über Jahrzehnte auseinanderentwickelnde Beziehung, mangelnde Kommunikation und Kinder, die sich in sich selbst zurückziehen.
Am Ende steht die Familie an einem Scheideweg. Für die eine oder andere Figur wird zwar eine Richtung angedeutet, aber im Wesentlichen endet die Geschichte offen. Das hat mir sehr gut gefallen, denn es passte zur Handlung. Außerdem mag ich gut geschriebene offene Enden generell sehr gerne, da sie bei mir als Leser nachhallen können.
Für mich war das ein ganz starkes Buch, für das ich gerne eine Leseempfehlung ausspreche.
Vater Alex flüchtet sich in seine Arbeit und in anzügliche Fantasien gegenüber seiner Sekretärin. Mutter Nina führt neben dem Familienalltag ein heimliches Doppelleben, und auch die Kinder Ben und Emilia kämpfen jeweils mit ihren eigenen Unsicherheiten und Problemen.
Das Buch ist in der Erzählperspektive geschrieben. Jedes Kapitel nimmt abwechselnd eines der Familienmitglieder in den Fokus. Dabei beobachtet der Leser, wie die Familie nach und nach implodiert, bis es am Ende zu einem tragischen Finale kommt.
Meiner Meinung nach gelingt es der Autorin hervorragend, die einzelnen Figuren zu porträtieren und ihre jeweiligen Entwicklungen und inneren Konflikte zu beschreiben. Ich konnte ihre Gedanken und Handlungen meist gut nachvollziehen, selbst wenn sie mir - wie im Fall von Alex - nicht unbedingt sympathisch waren. So konnte ich am Ende sogar Mitgefühl für ihn empfinden.
Handlung und Figuren sind teilweise klischeehaft. Dennoch sehe ich darin ein, wenn auch leicht überzeichnetes, Abbild dessen, was in vielen „klassischen“ Familienkonstellationen Realität sein dürfte: eine sich über Jahrzehnte auseinanderentwickelnde Beziehung, mangelnde Kommunikation und Kinder, die sich in sich selbst zurückziehen.
Am Ende steht die Familie an einem Scheideweg. Für die eine oder andere Figur wird zwar eine Richtung angedeutet, aber im Wesentlichen endet die Geschichte offen. Das hat mir sehr gut gefallen, denn es passte zur Handlung. Außerdem mag ich gut geschriebene offene Enden generell sehr gerne, da sie bei mir als Leser nachhallen können.
Für mich war das ein ganz starkes Buch, für das ich gerne eine Leseempfehlung ausspreche.