Zwischen Fassade und Gefühlswelt
Der Roman „Alle glücklich“ von Kira Mohn suggeriert bereits durch seinen Titel, dass alle Figuren der Geschichte glücklich sind. Auf den ersten Blick wirkt der Titel positiv und weckt entsprechende Erwartungen beim Leser. Auch das Cover ist ansprechend gestaltet, da die verwendeten Farben eine freundliche und optimistische Stimmung vermitteln. Allerdings blickt die auf dem Cover abgebildete Frau vom Leser weg, was eher auf die tiefere, wahre Stimmung des Romans hindeutet.
Die vier Protagonisten des Romans bilden eine Familie. Die Mutter und Ehefrau Nina erfüllt eine klassische Rollenverteilung: Sie arbeitet halbtags und kümmert sich um die beinahe erwachsenen Kinder. Ihr Mann Alexander ist als Oberarzt in Vollzeit tätig, Hauptverdiener der Familie und übernimmt damit die Rolle des Ernährers. Die sechzehnjährige Emilia besucht noch die Schule, erlebt ihre erste große Liebe und ist bereit, sich ganz auf Julian einzulassen. Im Gegensatz dazu steht Ben, der neunzehnjährige Student, der eher zurückhaltend ist und sich oft einsam fühlt.
Die Familie bemüht sich zunächst noch, den Schein zu wahren und gemeinsame Abendessen einzuhalten. Im Verlauf der Handlung werden diese jedoch immer seltener, während oberflächliche Streitigkeiten zunehmen und die Fassade der scheinbar glücklichen Familie allmählich zu bröckeln beginnt. Jedes Familienmitglied kämpft mit eigenen Problemen, ohne offen über Gefühle zu sprechen. Als Leser erhält man jedoch zunehmend tiefere Einblicke in die innere Gefühlswelt der vier Figuren, da Kira Mohn die Kapitel abwechselnd aus deren Perspektiven erzählt. Jedes dieser Kapitel beginnt mit einer Frage, die die Gedanken der erzählenden Figur widerspiegelt und gleichzeitig den Leser zum Nachdenken anregt.
Mohn erweist sich als gute Erzählerin mit psychologischem Feingefühl. Sie gewährt tiefe Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt ihrer Figuren und scheut dabei nicht vor schonungsloser Ehrlichkeit zurück. Der Text lässt sich flüssig lesen, was dem Leser ein intensives Hineinversetzen in die Figuren ermöglicht. Man fühlt mit ihnen mit und verspürt stellenweise den Wunsch, aktiv in die Handlung einzugreifen. Zudem kommt es im Laufe der Geschichte zu überraschenden Wendungen, die den Leser fesseln und die Spannung bis zum Ende aufrechterhalten.
Insgesamt erhält das Buch eine klare Leseempfehlung von mir, da es sich leicht und flüssig lesen lässt, in einer einfachen, zugänglichen Sprache geschrieben ist und durch seine Ehrlichkeit zugleich zum Nachdenken anregt.
Die vier Protagonisten des Romans bilden eine Familie. Die Mutter und Ehefrau Nina erfüllt eine klassische Rollenverteilung: Sie arbeitet halbtags und kümmert sich um die beinahe erwachsenen Kinder. Ihr Mann Alexander ist als Oberarzt in Vollzeit tätig, Hauptverdiener der Familie und übernimmt damit die Rolle des Ernährers. Die sechzehnjährige Emilia besucht noch die Schule, erlebt ihre erste große Liebe und ist bereit, sich ganz auf Julian einzulassen. Im Gegensatz dazu steht Ben, der neunzehnjährige Student, der eher zurückhaltend ist und sich oft einsam fühlt.
Die Familie bemüht sich zunächst noch, den Schein zu wahren und gemeinsame Abendessen einzuhalten. Im Verlauf der Handlung werden diese jedoch immer seltener, während oberflächliche Streitigkeiten zunehmen und die Fassade der scheinbar glücklichen Familie allmählich zu bröckeln beginnt. Jedes Familienmitglied kämpft mit eigenen Problemen, ohne offen über Gefühle zu sprechen. Als Leser erhält man jedoch zunehmend tiefere Einblicke in die innere Gefühlswelt der vier Figuren, da Kira Mohn die Kapitel abwechselnd aus deren Perspektiven erzählt. Jedes dieser Kapitel beginnt mit einer Frage, die die Gedanken der erzählenden Figur widerspiegelt und gleichzeitig den Leser zum Nachdenken anregt.
Mohn erweist sich als gute Erzählerin mit psychologischem Feingefühl. Sie gewährt tiefe Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt ihrer Figuren und scheut dabei nicht vor schonungsloser Ehrlichkeit zurück. Der Text lässt sich flüssig lesen, was dem Leser ein intensives Hineinversetzen in die Figuren ermöglicht. Man fühlt mit ihnen mit und verspürt stellenweise den Wunsch, aktiv in die Handlung einzugreifen. Zudem kommt es im Laufe der Geschichte zu überraschenden Wendungen, die den Leser fesseln und die Spannung bis zum Ende aufrechterhalten.
Insgesamt erhält das Buch eine klare Leseempfehlung von mir, da es sich leicht und flüssig lesen lässt, in einer einfachen, zugänglichen Sprache geschrieben ist und durch seine Ehrlichkeit zugleich zum Nachdenken anregt.