Abschied

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therealmike Avatar

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Die Leseprobe hat mich sofort angesprochen, weil hier nicht einfach nur von einem Haus erzählt wird, sondern von einem Ort, an dem ein ganzes Leben hängt. Schon der Satz „Haus, ich verkaufe dich“ zeigt, dass dieser Abschied alles andere als leicht ist. Besonders mochte ich, dass das Haus fast wie eine eigene Person wirkt. Es schaut kritisch, liebevoll oder hochmütig, je nachdem, was die Erzählerin gerade selbst fühlt. Dadurch entsteht sofort eine besondere Nähe. Gleichzeitig steckt in den Erinnerungen viel Schmerz, vor allem durch das Ende der Ehe, das Chaos im Haus und dieses Gefühl von Scham und Überforderung. Trotzdem ist der Text nicht nur traurig, sondern auch überraschend witzig und lebendig. Figuren wie Wilma, Alla und Bolek bringen Wärme und Energie hinein und zeigen, dass es auch in schwierigen Momenten Menschen gibt, die helfen. Der Schreibstil ist direkt, klug und voller genauer Beobachtungen. Ich hatte das verwilderte Grundstück, die ausgeleerten Schubladen und den diskreten Makler sofort vor Augen. Für mich klingt das nach einer sehr persönlichen und ehrlichen Geschichte über Loslassen, Erinnerungen und Orte, die einen lange begleiten.