Heimat und Vergänglichkeit

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Die Leseprobe von Eva Menasse zeigt einen Roman, der von Erinnerung, Verlust und der engen Verbindung zwischen Mensch und Ort erzählt. Die Erzählerin wendet sich direkt an ihr abgelegenes Haus, das über Jahrzehnte Zeuge ihres Lebens war – von Ehe, Familie und Trennung bis hin zu beruflichen Erfolgen und persönlichen Krisen. Als sie das Haus verkaufen will, blickt sie auf einen früheren Verkaufsversuch zurück.
Besonders prägend sind die Begegnungen mit dem polnisch-moldawischen Ehepaar Alla und Bolek, das das verwilderte Grundstück wieder in Ordnung bringt. Mit Humor, Tatkraft und Lebensklugheit helfen die beiden nicht nur bei der Arbeit, sondern geben der Erzählerin auch einen neuen Blick auf ihr Haus. Dadurch wird aus dem geplanten Abschied zunächst ein Neuanfang.
Eva Menasse verbindet dabei Melancholie mit Witz und feiner Beobachtungsgabe. Der Ton ist persönlich, selbstironisch und lebendig, die Figuren wirken außergewöhnlich authentisch. Die Leseprobe macht neugierig auf einen Roman über Heimat, Vergänglichkeit und die Frage, warum manche Orte uns ein Leben lang begleiten.