Allein

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callea Avatar

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Eva Menasses Text verwebt gekonnt das Motiv des neuanfangenden Ausbruchs mit subtiler Zeitdiagnostik. Nach ihrer Scheidung blickt die Erzählerin in ihrem Wochenendhaus auf Trümmer und Neuanfänge:
Unterstützt vom handwerklich allmächtigen, kettenrauchenden polnischen Duo Alla und Bolek stellt sie sich geplatzten Wasserleitungen, sturen Schrebergärtnern und verstaubten Erinnerungen.
Spannend ist hierbei der Blickwinkel, als Wienerin in der „doppelten Fremde“ bringt sie eine distanzierte Schärfe für die Absurditäten deutsch-deutscher Befindlichkeiten mit. Menasse erzählt unaufgeregt, klug und mit trockenem Humor vom Loslassen. Die „stabile Alleinruhelage“ wird nicht zum melancholischen Endpunkt, sondern zum Zwischenstopp vor dem nächsten Aufbruch. Ein feinsinniges Porträt über Selbstbehauptung und den Mut zur Veränderung.