Das Haus am See
Es hat mir gut gefallen, das Haus am See ins Zentrum eines Romans zu stellen, mit all den Erinnerungen und Anekdoten, Beobachtungen, Gedanken und Erkenntnissen, die sich um die dort verbrachte Zeit ranken. Zumal das Haus, die einstige Waldschänke zu DDR-Zeiten, wirklich ein spezielles Haus ist, mit schrulligen Eigenheiten und der Form einer aufgestellten Käseecke. Am schönsten fand ich das Detail mit den Fledermäusen, die sich eine höchst ungewöhnliche Behausung gesucht haben.
Vogelsang heißt der Ort, zu dem neben dem Haus in Alleinruhelage auch die typischen Datschen am See gehören. Mit den Menschen, denen die Datschen gehören, gibt es dann auch erwartbare Auseinandersetzungen. Hier spielt natürlich die DDR-Vergangenheit eine Rolle sowie das Missverhältnis zwischen Wessis und Ossis, das für Verärgerung, Wut und Trotz sorgt. Ich fand das Geschehen treffend dargestellt. Hier greifen viele Aspekte ineinander, die größer werdenden Kinder oder Veränderungen in der Natur, als z.B. der See kippt und die Fische sterben. Herausforderungen, Enttäuschungen, Brüche im Leben, all das wird scharfsichtig erkannt und pointiert geschildert.
Schade fand ich, dass Alla, Baufrau aus Moldawien, die mit Partner Bolek die Renovierung des Hauses stemmt, nicht mehr Raum bekommen hat. Alla ist definitiv meine Lieblingsfigur im Buch! Aber das war wohl der gewollten Sprunghaftigkeit geschuldet, denn die Erzählerin schweift locker durch ihre Erinnerungen, reißt hier etwas an, verharrt kurz bei einem anderen Moment, bietet verschiedene Bruchstücke ihres Lebens an, doch am Ende klaffen überall Lücken und aus den Fragmenten ergibt sich kein fertiges Puzzle. Akzeptiert man das beim Lesen und lässt sich einfach mittreiben, wird man mit der wunderbaren Sprache belohnt, die das Buch in jeder Zeile auszeichnet.
Vogelsang heißt der Ort, zu dem neben dem Haus in Alleinruhelage auch die typischen Datschen am See gehören. Mit den Menschen, denen die Datschen gehören, gibt es dann auch erwartbare Auseinandersetzungen. Hier spielt natürlich die DDR-Vergangenheit eine Rolle sowie das Missverhältnis zwischen Wessis und Ossis, das für Verärgerung, Wut und Trotz sorgt. Ich fand das Geschehen treffend dargestellt. Hier greifen viele Aspekte ineinander, die größer werdenden Kinder oder Veränderungen in der Natur, als z.B. der See kippt und die Fische sterben. Herausforderungen, Enttäuschungen, Brüche im Leben, all das wird scharfsichtig erkannt und pointiert geschildert.
Schade fand ich, dass Alla, Baufrau aus Moldawien, die mit Partner Bolek die Renovierung des Hauses stemmt, nicht mehr Raum bekommen hat. Alla ist definitiv meine Lieblingsfigur im Buch! Aber das war wohl der gewollten Sprunghaftigkeit geschuldet, denn die Erzählerin schweift locker durch ihre Erinnerungen, reißt hier etwas an, verharrt kurz bei einem anderen Moment, bietet verschiedene Bruchstücke ihres Lebens an, doch am Ende klaffen überall Lücken und aus den Fragmenten ergibt sich kein fertiges Puzzle. Akzeptiert man das beim Lesen und lässt sich einfach mittreiben, wird man mit der wunderbaren Sprache belohnt, die das Buch in jeder Zeile auszeichnet.