Die Geschichte einer Wienerin in Berlin

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rinii1303 Avatar

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Eva Menasse besticht in ihrem neuen Roman „Alleinruhelage“ ihr Talent für scharfsinnige Alltagsbeobachtungen. Die Geschichte einer Wienerin in Berlin, die nach dem Ehe-Aus ihr brandenburgisches Wochenendhaus verkauft, überzeugt durch emotionale Tiefe kombiniert mit feiner Ironie.

Der Schreibstil ist flüssig, lässt sich gut lesen und ist von einem herrlich trockenen Humor durchzogen.
Im Mittelteil verliert die Erzählung durch sehr detaillierte Abschweifungen und Erinnerungsschleifen an Tempo. Einige Passagen wirken hier etwas langatmig, bevor der Roman im Finale wieder seine volle emotionale Kraft entfaltet.

„Alleinruhelage“ ist ein reifer, humorvoller und tiefgründiger Gesellschaftsroman über Identität, das Älterwerden und die Frage, was von uns bleibt, wenn sich Lebensentwürfe auflösen. Von mir eine Empfehlung.