Ein Buch zum "entspannten Nachdenken"
Eva Menasses neuen Roman habe ich mit Freude und auch mit ein bisschen Wehmut gelesen. Hier wird die Geschichte einer gebürtigen Österreicherin in ihrem Ferienhaus in den "Neuen Bundesländern" erzählt. Interessant dabei ist, dass alles ausgespart wird, was in ihrem eigentlichen Zuhause in Berlin passiert und dass auch Vieles nicht auserzählt wird, weil es - obwohl es mich als Leserin sehr interessiert hätte - einfach für das Leben der Protagonistin im Rückblick nicht mehr relevant ist. Das Buch ist sprachlich gelungen, sehr schön zu lesen und besonders die Rückblicke in die österreichische Kindheit haben es mir angetan. Auch die schonungslose Darstellung der kleinlichen Datschenbewohner und der Konflikte oder eben der vermiedenen Konflikte fand ich ausnehmend interessant. Ähnlich wie in Jenny Erpenbecks "Heimsuchung" nimmt hier das Haus eine zentrale Rolle ein und wird Zeuge von so manchem; anders als dort bleibt hier die Besitzerin aber immer dieselbe, bis sie sich schließlich freiwillig zum Verkauf entscheidet. Doch spielt die Frage nach Identität und Herkunft hier wie dort eine Rolle, wenn auch nicht in demselben Ausmaß.
Mein Fazit: Ein Buch, das ich gerne gelesen habe, das nachklingt und das ich weiterempfehlen möchte.
Mein Fazit: Ein Buch, das ich gerne gelesen habe, das nachklingt und das ich weiterempfehlen möchte.