Ein grandioser Roman!

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eabooks1234 Avatar

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Der neue Roman von der österreichischen Autorin Eva Menasse „Alleinruhelage“ konnte mich von der ersten Seite an komplett überzeugen und ist wahrscheinlich der ungewöhnlichste Roman, den ich bisher in diesem Jahr gelesen habe.

Der Titel ist unglaublich klug ausgewählt und doppeldeutig. In Österreich wird der Begriff „Alleinruhelage“ in Immobilienanzeigen verwendet, um auszudrücken, dass sich ein Grundstück in ausgesprochener Abgeschiedenheit befindet. Aber der Begriff passt auch zur Ich-Erzählerin, die sich in der Mitte ihres Lebens noch einmal neu sortieren muss.

Das Cover zeigt den Schlachtensee nahe Berlin. Es passt sehr gut zur Geschichte, weil das Ölgemälde auch gewissermaßen Melancholie und Düsternis ausstrahlt.

In „Alleinruhelage“ geht es um eine Ich-Erzählerin, die das Wochenendhaus von ihr und ihrer Familie verkaufen möchte. Sie personifiziert das Haus, spricht mit ihm. In Rückblenden erzählt die Hauptfigur Anekdoten, die sie mit diesem Haus verbindet. Geschichten mit ihren Kindern, Handwerkern, Freunden, Nachbarn, Einwohnern des Städtchens. Diese Anekdoten sind manchmal melancholisch, aber oft auch urkomisch. Menasse lässt auch West-Ost-Konflikte mit einfließen.

Insgesamt muss ich sagen, dass der Roman mich auch so begeistert hat, weil die Autorin eine Sprache verwendet, die so besonders ist, so klug, dass man die Lektüre einfach nur genießt. Allein der erste Satz ist grandios: „Haus, ich verkaufe dich!“

Von mir gibt es für dieses Buch eine klare Leseempfehlung! Ich hätte gerne mehr als fünf Sterne gegeben.