Eine Trennung und ein Neuanfang
"Haus, ich verkaufe dich." So beginnt der neue Roman von Eva Menasse und gibt damit auch schon auf eindrückliche Weise das Thema vor. Die Ich-Erzählerin erzählt, wie es in der Nachwendezeit zu dem Kauf des idyllisch gelegenen Ferienhauses in Ostdeutschland kam, wie ihr Leben mit ihrer Familie dort und im Allgemeinen verlief. Die Erinnerungen drängen mit aller Macht ins Bewusstsein und die Erzählerin lässt die Leserschaft teilhaben an den Schwierigkeiten, die mit dem Hauskauf verbunden waren. Als Österreicherin begegnen ihr die Nachbarn mit tief sitzender Ablehnung, ja zum Teil sogar Feindseligkeit und betrachten sie als Eindringling. Trotz allem fühlt sich der Ort wie ein Zuhause an. Das Haus selbst ist mit viel Arbeit verbunden - allein schon der Garten und die damit verbundenen Probleme wie Maulwürfe oder Wühlmäuse strapazieren die Nerven. Und es ist eben ein altes Haus mit Renovierungsstau. Zum Glück gibt es Alla und Bolek aus Polen, die helfen, dass Haus wieder in Schuss zu bekommen. Denn der Entschluss steht trotz allem fest. Das Haus wird verkauft.
Die Art und Weise wie Eva Menasse erzählt, entwickelt Sogwirkung. Man wird hineingezogen in die Geschichte einer Frau, die viel erlebt hat und nun am Scheideweg steht und dies anhand des Hausverkaufs reflektiert. Nebenbei geht es auch um die Schwierigkeiten, die Zugezogene haben, sich in bestehende Gemeinschaften zu integrieren.
Fazit: ein toll geschriebenes, kleines feines Buch
Die Art und Weise wie Eva Menasse erzählt, entwickelt Sogwirkung. Man wird hineingezogen in die Geschichte einer Frau, die viel erlebt hat und nun am Scheideweg steht und dies anhand des Hausverkaufs reflektiert. Nebenbei geht es auch um die Schwierigkeiten, die Zugezogene haben, sich in bestehende Gemeinschaften zu integrieren.
Fazit: ein toll geschriebenes, kleines feines Buch