Erinnerungen
Erinnerungen
Der Titel hat bei mir erstmal einen Knoten im Kopf verursacht, doch hat mich das Buch auch gerade deswegen angesprochen. Ich wollte wissen, was es damit auf sich hat.
Und es hat mich irgendwie überrascht und nachdenklich gemacht. Denn nach dem Ende ihrer Ehe zieht sich eine Frau in ihr geliebtes Wochenendhaus zurück, um neu anzufangen. Zwischen Renovierungen, Erinnerungen und Konflikten mit den Nachbarn erkennt sie, dass auch dieser Ort sie nicht für immer festhalten kann. Schließlich beschließt sie, das Haus zu verkaufen und noch einmal ganz neu aufzubrechen.
Das Buch hat mich vor allem durch seine ruhige und besondere Erzählweise überrascht. Es beginnt mit einem Haus, das nach dem Ende einer Ehe eigentlich verkauft werden soll. Doch schnell wird einem beim Lesen klar, dass es um viel mehr geht. Das Haus ist ein Ort voller Erinnerungen und steht für einen Lebensabschnitt, von dem sich die Erzählerin nur langsam verabschieden kann. Und das kann ich nachvollziehen, denn auch wenn etwas zu Ende geht, bleiben die Erinnerungen und man kann eben nicht alles so schnell wie ein Pflaster abziehen. Manches braucht Zeit.
Ich hatte dennoch erstmal eine andere Geschichte erwartet. Der Klappentext ließ mich stärker auf einen Neuanfang und die Menschen rund um das Haus hoffen. Stattdessen taucht die Autorin tief in Erinnerungen ein. Es geht um Familie, Beziehungen, Trennung und um die deutsche Geschichte nach der Wiedervereinigung.
Die Geschichte hat keinen wirklichen, klassischen Spannungsbogen. Vieles wirkt wie ein Gedankenstrom, der raus und erzählt werden muss. Erinnerungen und Gegenwart wechseln sich ab. Und ja, das muss man mögen.
Was mich etwas gestört hat, war, dass wir keinen Namen für die Frau haben. Wir erfahren so viel, aber so richtig persönlich wird es dann doch nicht? Sollen wir uns selbst wiederfinden? Soll es diese Distanz geben? Ich persönlich finde es mit einem Namen einfach schöner. Manchmal verlor sich die Geschichte für mich etwas in ihren vielen Gedanken. Trotzdem hat mich das Buch zum Nachdenken gebracht und vielleicht lese ich es später noch einmal mit einer etwas anderen Herangehensweise.
ISBN: 978-3462002621
Autorin: Eva Menasse
Verlag: Kiwi
ET: 13.08.26
Umfang: 224 Seiten
Der Titel hat bei mir erstmal einen Knoten im Kopf verursacht, doch hat mich das Buch auch gerade deswegen angesprochen. Ich wollte wissen, was es damit auf sich hat.
Und es hat mich irgendwie überrascht und nachdenklich gemacht. Denn nach dem Ende ihrer Ehe zieht sich eine Frau in ihr geliebtes Wochenendhaus zurück, um neu anzufangen. Zwischen Renovierungen, Erinnerungen und Konflikten mit den Nachbarn erkennt sie, dass auch dieser Ort sie nicht für immer festhalten kann. Schließlich beschließt sie, das Haus zu verkaufen und noch einmal ganz neu aufzubrechen.
Das Buch hat mich vor allem durch seine ruhige und besondere Erzählweise überrascht. Es beginnt mit einem Haus, das nach dem Ende einer Ehe eigentlich verkauft werden soll. Doch schnell wird einem beim Lesen klar, dass es um viel mehr geht. Das Haus ist ein Ort voller Erinnerungen und steht für einen Lebensabschnitt, von dem sich die Erzählerin nur langsam verabschieden kann. Und das kann ich nachvollziehen, denn auch wenn etwas zu Ende geht, bleiben die Erinnerungen und man kann eben nicht alles so schnell wie ein Pflaster abziehen. Manches braucht Zeit.
Ich hatte dennoch erstmal eine andere Geschichte erwartet. Der Klappentext ließ mich stärker auf einen Neuanfang und die Menschen rund um das Haus hoffen. Stattdessen taucht die Autorin tief in Erinnerungen ein. Es geht um Familie, Beziehungen, Trennung und um die deutsche Geschichte nach der Wiedervereinigung.
Die Geschichte hat keinen wirklichen, klassischen Spannungsbogen. Vieles wirkt wie ein Gedankenstrom, der raus und erzählt werden muss. Erinnerungen und Gegenwart wechseln sich ab. Und ja, das muss man mögen.
Was mich etwas gestört hat, war, dass wir keinen Namen für die Frau haben. Wir erfahren so viel, aber so richtig persönlich wird es dann doch nicht? Sollen wir uns selbst wiederfinden? Soll es diese Distanz geben? Ich persönlich finde es mit einem Namen einfach schöner. Manchmal verlor sich die Geschichte für mich etwas in ihren vielen Gedanken. Trotzdem hat mich das Buch zum Nachdenken gebracht und vielleicht lese ich es später noch einmal mit einer etwas anderen Herangehensweise.
ISBN: 978-3462002621
Autorin: Eva Menasse
Verlag: Kiwi
ET: 13.08.26
Umfang: 224 Seiten