Erinnerungen und Gedankenfetzen

Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern Leerer Stern
downey_jr Avatar

Von

Nach dem Aus ihrer Ehe bleibt der Protagonistin nur ihr Wochenendhaus. Einst war es ein Zufluchtsort für sie und ihre Familie, nun möchte sie hier selbst einen Neubeginn wagen. Doch zuerst muss das heruntergekommene Haus saniert werden. Zum Glück taucht unverhoffte Hilfe in Form der polischen kettenrauchenden Handwerkern Alla und Bolek auf, die sich um alle nötigen Arbeiten kümmern. Mit dem Fortschreiten der Arbeiten taucht die Protagonistin in verschiedene Erinnerungen an ihre Ehe und Mutterschaft ein. Am Ende entscheidet sie sich doch, das Haus zu verkaufen und komplett neu anzufangen.

Der ausgefallene Titel „Alleinruhelage“ hatte mich sofort angesprochen und neugierig auf dieses Buch von Eva Menasse gemacht. Bisher hatte ich von dieser Autorin noch nichts gelesen.
Den Anfang fand ich auch recht gelungen, der Dialog mit dem Haus ("Haus ich verkaufe dich") war originell. Doch schnell fand ich den Schreibstil sehr fordernd, wenn ich ehrlich sein soll: mehr langweilig als langatmig.
„Alleinruhelage“ ist kein Roman, mehr sind es recht wirr und unzusammenhängend aneinandergereihte Erinnerungen, Gedankenfetzen – mit ein paar guten Momenten, aber insgesamt schwer zugänglich.
Mich konnte das Buch leider überhaupt nicht ererichen – ich hatte hier vorab andere Erwartungen. Daher vergebe ich nur 2 von 5 Sternen.

Vielen Dank an den Kiepenheuer & Witsch Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar! 📚💚