Erinnerungensammlung

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mianna Avatar

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Eine Frau verkauft nach langem Besitz ihr Ferienhaus. In der ehemaligen DDR gelegen birgt es viele Erinnerungen an die damals noch glückliche Ehe, das komische Volk in der Gartensiedlung und an die Kinder.

Die Erzählung wirkt autobiografisch, auch wenn sie dies selbst abstreitet. Erinnerungsfetzen reihen sich aneinander und die Ich-Erzählerin schwelgt darin, schweift ab, verliert sich darin. Mit ihr kann man als Leser ins Schwimmen geraten und sich fragen, wo eigentlich das Ufer ist.


Dies kommt unerwartet, insbesondere die Ausschweifungen über die Lebensrealität der Menschen der ehemaligen DDR, die unerwartet abgelöst werden von Familienstreitigkeiten und Kindheitserinnerungen. Es wirkt teilweise träumerisch, schlafwandlerisch und ist genau das, was Eva Menasse erreichen wollte, wenn man ihrem Schreiben an die Buchhändler glaubt.

Dabei hatte es spannend angefangen, im Dialog mit dem Haus "Haus ich verkaufe dich" und den zwei ulkigen Handwerkern aus Polen. Doch davon ist für eine ganze Weile nichts mehr zu Lesen und auch nichts, was einem eine Idee von dem aktuellen Befinden der Erzählerin geben würde. Es lässt sich nicht greifen oder erfühlen.

Doch mich haben diese Gedankensprünge schnell rauskatapultiert und mir das Interesse genommen. Die Erwartung vom Anfang des Buches hat sich nicht erfüllt. Es fiel mir schwer die vielen vorbeiziehenden Erinnerungen aufzunehmen und auch emotional dabei zu bleiben, irgendwann fing es an mich zu langweilen.

Sicherlich kann man das Buch wie eine Sammlung an Kurzgeschichten lesen, mal reinblättern - aber dazu reizt es mich zu wenig. Die Erzählungen über die DDR und das auch noch von einer Außenstehenden sind doch sehr speziell.

Traumwandlerisch werden Erinnerungsfetzen aneinandergereiht, wenig zusammenhängend und sprunghaft. Schwer nachzuvollziehen und langweilig.