Ganz anders als erwartet
Der Roman "Alleinruhelage" von Eva Menasse, erschienen im Kiepenheuer und Witsch Verlag hat mich nicht überzeugt, weil er nur aus Rückblicken auf ihre und die Familiengeschichte bestanden hat. Der Schreibstil ist klar und gut lesbar. Ich hatte in erster Linie erwartet, dass die Geschichte der Ich-Erzählerin nach dem Verkauf des Hauses beschrieben wird und hatte mich sehr darauf gefreut. Statt dessen würde die Geschichte der Familie aus meinen, deinen und einem gemeinsamen Sohn erzählt. Die österreiche Familie nutzte das "Wochenendhaus" in Mecklenburg-Vorpommern in den Ferien gemeinsam, teilweise auch nur die Mama mit dem Sohn bzw. den Kindern. Die Idylle der Familie hielt nicht lange an und zeigte nach kurzer Zeit schon Brüche. Alla und Bolek, die weltbesten Handwerker übernehmen die Renovierung und Gartenneugestaltung. Nach und nach kommt die Ich-Erzählerin zu dem Ergebnis, dass sie das Haus verkaufen und neu durchstarten sollte. Das Cover mit den Bäumen und dem See finde ich etwas dunkel geraten. Von mir 2,5 Sterne, die ich auf 3 aufgerundet habe.