Gedanken zum Neuanfang
Ihre Ehe ist am Ende, der Mann ist weg, das Wochenendhaus in Vogelsang bei Berlin ist noch da - und soll nun verkauft werden. Doch zuerst bedarf es einer gründlichen Reinigung, um einen Käufer zu finden. Das besorgen Alla und Bolek, ein Ehepaar aus Polen, so gründlich, dass sich die namentlich nicht genannte Ich-Erzählerin aus Österreich dazu entschließt, das Haus weiterhin selbst zu bewohnen. Es hängen viele Erinnerungen daran - die glücklichen Anfänge ihrer Ehe, das Aufwachsen der Kinder und nicht zuletzt die turbulenten Gartenfeste mit Freunden aus der Stadt. Zehn Jahre bewohnt sie es noch, hält auch die Boshaftigkeiten einiger Bewohner der benachbarten Gartensiedlung aus, doch nun soll es endgültig verkauft werden …
Eva Menasse, geb. 1970 in Wien, ist eine österreichische Schriftstellerin und ehemalige Journalistin, bevor sie 2005 mit ihrem ersten Roman debütierte. Es folgten zahlreiche weitere Romane und Kurzgeschichten, für die sie etliche Preise und Auszeichnungen erhielt. 2025 wurde sie mit dem Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels ausgezeichnet. Die Autorin war mit dem deutschen Schriftsteller Michael Kumpfmüller verheiratet, hat mit ihm einen Sohn und lebt seit über 20 Jahren in Berlin.
In den Mittelpunkt ihres Romans „Alleinruhelage“ (2026, Kiepenheuer & Witsch) stellt die Autorin eine namenlose Erzählerin, der nach dem Ende ihrer Ehe nur noch das abgelegene Wochenendhaus bleibt. Während dieses renoviert wird, reflektiert sie ihr bisheriges Leben. Dabei verflechtet Menasse Privates mit Historischem. Als Wienerin im Osten Deutschlands in der Zeit nach der Wende ist sie immer die Fremde, die gerne dazugehören möchte, von den Nachbarn jedoch abgelehnt wird. Der Schreibstil ist klug gewählt mit ironischem Blick und guter psychologischer Beobachtung auf die zwischenmenschlichen Beziehungen - Gegenwart und Erinnerung greifen gekonnt ineinander.
Fazit: Ein vielschichtiger Roman, gute Gegenwartslektüre mit vielen Rückblenden, ruhig, ohne große Action.
Eva Menasse, geb. 1970 in Wien, ist eine österreichische Schriftstellerin und ehemalige Journalistin, bevor sie 2005 mit ihrem ersten Roman debütierte. Es folgten zahlreiche weitere Romane und Kurzgeschichten, für die sie etliche Preise und Auszeichnungen erhielt. 2025 wurde sie mit dem Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels ausgezeichnet. Die Autorin war mit dem deutschen Schriftsteller Michael Kumpfmüller verheiratet, hat mit ihm einen Sohn und lebt seit über 20 Jahren in Berlin.
In den Mittelpunkt ihres Romans „Alleinruhelage“ (2026, Kiepenheuer & Witsch) stellt die Autorin eine namenlose Erzählerin, der nach dem Ende ihrer Ehe nur noch das abgelegene Wochenendhaus bleibt. Während dieses renoviert wird, reflektiert sie ihr bisheriges Leben. Dabei verflechtet Menasse Privates mit Historischem. Als Wienerin im Osten Deutschlands in der Zeit nach der Wende ist sie immer die Fremde, die gerne dazugehören möchte, von den Nachbarn jedoch abgelehnt wird. Der Schreibstil ist klug gewählt mit ironischem Blick und guter psychologischer Beobachtung auf die zwischenmenschlichen Beziehungen - Gegenwart und Erinnerung greifen gekonnt ineinander.
Fazit: Ein vielschichtiger Roman, gute Gegenwartslektüre mit vielen Rückblenden, ruhig, ohne große Action.