Hat Luft nach oben
Gleich zum Anfang muss ich sagen, dass diese Geschichte mich nicht abgeholt hat. Die Ich-Erzählerin steht vor der schweren Aufgabe, das Wochenendhaus der Familie zu verkaufen. Sie stand bereits zweimal kurz davor und hat es nicht über sich gebracht. Nun soll es aber geschehen. Mithilfe zweier Polen werden die nötigen Reparaturen vorgenommen und alles Nötige für den Verkauf vorbereitet. Aber sie kann sich nicht lösen, immer wieder spricht sie das Gebäude wie ein Familienmitglied persönlich an, erinnert sich an die Erlebnisse der Familie. Die Figur ist mir nicht sympathisch. Vieles betrachtet sie von oben herab, hadert mit der Vergangenheit. Als Wienerin ist und bleibt sie fremd in der ostdeutschen Realität und kann sich mich als Leserin nicht wirklich für ihre Geschichte begeistern. Ich hätte mir Tiefe gewünscht, vieles bleibt nur angerissen in dem doch recht schmalen Büchlein.