Nicht ganz meins

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Ich muss sagen, der Titel "Alleinruhelage" hat mich sehr neugierig gemacht. Auch das Cover hat mich wirklich angesprochen. Die Geschichte selbst war nicht ganz meins.

„Alleinruhelage“ von Eva Menasse ist ein ruhiger, nachdenklicher Roman über Abschied, Erinnerungen und die Frage, welche Bedeutung Orte im Laufe unseres Lebens bekommen. Die Erzählerin hat sich nach langem Ringen dazu entschlossen, ihr Haus endgültig zu verkaufen. Während sie sich verabschiedet, lässt sie die vergangenen Jahre Revue passieren – von Familienmomenten über Renovierungen bis hin zu Begegnungen mit Nachbarn und Verkaufsgesprächen.

Den flüssigen, oft humorvollen aber dennoch etwas kantigen Schreibstil mochte ich sehr. Eva Menasse versteht es, alltägliche Situationen mit einer angenehmen Leichtigkeit zu erzählen. Etwas schwergetan habe ich mich allerdings mit der Erzählstruktur. Die häufigen Zeitsprünge gehen oft nahtlos ineinander über, sodass ich zwischendurch den Überblick verloren habe und mir ein klarerer roter Faden gefehlt hat. Auch manche Figuren wirkten auf mich etwas klischeehaft, auch wenn sie dadurch durchaus ihren Unterhaltungswert hatten.

Insgesamt war „Alleinruhelage“ für mich nicht ganz das erhoffte Lesehighlight. Trotzdem habe ich einige Szenen sehr gerne gelesen und mag die Idee, wie die Protagonistin ihr Haus direkt anspricht. Wer ruhige, atmosphärische Romane und Themen wie Heimat, Zugehörigkeit und Abschied mag, wird hier sicher fündig.