Nur ein Haus?
Eigentlich geht es in Alleinruhelage nur um den Verkauf eines Hauses. Die namenlose Protagonistin muss das alte Anwesen am See schnell ausräumen, weil die Käufer auf eine zügige Übergabe drängen. Selbst das Brennholz, das dort noch liegt und eigentlich gut für den Kamin geeignet wäre, möchten sie nicht übernehmen. Während des Ausräumens werden nach und nach Erinnerungen an viele Jahre in diesem besonderen Haus wach.
Das Gebäude war ursprünglich eine Waldwirtschaft, die von den Vorbesitzern aufgegeben wurde. Das alte Hinweisschild blieb jedoch erhalten, weil sich dort Fledermäuse eingenistet hatten. Ein kleines Detail, das mir besonders gut gefallen hat und die Atmosphäre des Romans wunderbar unterstreicht.
Der Hausverkauf steht sinnbildlich für das Ende eines Lebensabschnitts. Vieles hat sich verändert. Der Ehemann geht seinen eigenen Weg, die Kinder sind längst erwachsen, und obwohl die Protagonistin viele Jahre dort gelebt hat, ist sie nie wirklich heimisch geworden. Als gebürtige Österreicherin blieb sie immer auch ein wenig Außenstehende, was sich besonders in ihrem Blick auf die Veränderungen nach der Wende zeigt. Dieses Thema spielt im Roman eine wichtige Rolle, wird aber eher beobachtend als unmittelbar erlebt.
Eva Menasse schreibt sehr einfühlsam und mit viel Gespür für Stimmungen. Die Landschaft, das Haus und die Menschen werden so anschaulich beschrieben, dass man sich alles sehr gut vorstellen kann. Für mich war es ein echtes Zwei-Tage-Buch. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und hatte es entsprechend schnell ausgelesen.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle, die ruhige, atmosphärische Romane mit viel Tiefgang und feinen Beobachtungen mögen.
Das Gebäude war ursprünglich eine Waldwirtschaft, die von den Vorbesitzern aufgegeben wurde. Das alte Hinweisschild blieb jedoch erhalten, weil sich dort Fledermäuse eingenistet hatten. Ein kleines Detail, das mir besonders gut gefallen hat und die Atmosphäre des Romans wunderbar unterstreicht.
Der Hausverkauf steht sinnbildlich für das Ende eines Lebensabschnitts. Vieles hat sich verändert. Der Ehemann geht seinen eigenen Weg, die Kinder sind längst erwachsen, und obwohl die Protagonistin viele Jahre dort gelebt hat, ist sie nie wirklich heimisch geworden. Als gebürtige Österreicherin blieb sie immer auch ein wenig Außenstehende, was sich besonders in ihrem Blick auf die Veränderungen nach der Wende zeigt. Dieses Thema spielt im Roman eine wichtige Rolle, wird aber eher beobachtend als unmittelbar erlebt.
Eva Menasse schreibt sehr einfühlsam und mit viel Gespür für Stimmungen. Die Landschaft, das Haus und die Menschen werden so anschaulich beschrieben, dass man sich alles sehr gut vorstellen kann. Für mich war es ein echtes Zwei-Tage-Buch. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und hatte es entsprechend schnell ausgelesen.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle, die ruhige, atmosphärische Romane mit viel Tiefgang und feinen Beobachtungen mögen.