Reden mit dem Haus

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raschke64 Avatar

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Eine Frau um die 50 hat nach der Scheidung und inzwischen erwachsenen Kindern das Wochenendhaus behalten. Dieses steht mitten im tiefsten brandenburgischen Wald an einem See, der allerdings gekippt und damit für Baden ungeeignet ist. Jahrelang hat sie versucht, das Haus und Grundstück zu erhalten – nur möglich mit Hilfe zweier „Polen“. Jetzt will sie es verkaufen. Und in Vorbereitung dessen denkt sie an ihr Leben und die Zeiten im Haus zurück – sozusagen in „Alleinruhelage“, ein österreichischer Ausdruck für ein Grundstück weit weg von allem.

Das Buch ist irgendwie eigenartig. Wer redet schon mit seinem Haus? Die Autorin ist Österreicherin und so fließen eine Menge anderer Ausdrücke mit ein. Die Geschichte der Frau springt in den Zeiten hin und her, beleuchtet ihre Ehe und später die Feiern mit Freunden, aber auch die Schwierigkeiten in der Nachwendezeit – mit den Gesetzen und den Nachbarn. Oft blitzt Humor durch, manchmal Fassungslosigkeit. Das Ganze liest sich überraschend gut – obwohl gar nicht so viel passiert. Mich jedenfalls hat es überzeugt.