Ruhig, humorvoll und mitten aus dem Leben

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apfelmaus Avatar

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„Alleinruhelage“ ist ein eher ruhiges Hörbuch, das mich trotzdem sehr gut unterhalten hat. Besonders gefallen hat mir die Mischung aus nachdenklichen und teilweise auch schwierigen Themen mit einer schönen Portion Humor. Gerade an einigen Stellen musste ich richtig schmunzeln.

Eva Menasse liest ihren Roman selbst, und das passt für mich wunderbar. Ihre Stimme ist angenehm gelassen und unaufgeregt, und den österreichischen Dialekt habe ich sehr gerne gehört. Dadurch hatte die Geschichte für mich noch einmal eine ganz besondere Atmosphäre.

Die Protagonistin blickt auf ihr Leben, ihre Erinnerungen und verschiedene Lebensabschnitte zurück. Besonders die Anekdoten aus ihrer Kindheit haben mir gefallen. Manche Erlebnisse betrachtet man mit den Jahren einfach anders, und genau diese Perspektive fand ich interessant und oft sehr humorvoll.

Auch die Verbundenheit mit dem Haus und dem Ort konnte ich gut nachvollziehen. Es gibt Orte, an denen so viele Erinnerungen hängen, dass ein Abschied davon gar nicht so einfach ist. Diese Gefühle werden schön und ohne großes Drama vermittelt.
Überhaupt erzählt Eva Menasse vieles angenehm unaufgeregt. Das Hörbuch ist leicht und gleichzeitig tiefgründig und hat mich immer wieder zum Nachdenken gebracht. Man sollte sich allerdings auf diese ruhige Erzählweise einlassen und nicht mit einer schnell voranschreitenden Handlung rechnen.

Ein paar Themen, unter anderem rund um Männer und Beziehungen, wurden mir persönlich etwas zu schnell abgehandelt. Hier hätte ich mir stellenweise etwas mehr Tiefe gewünscht.

Insgesamt habe ich „Alleinruhelage“ aber sehr gerne gehört. Eine ruhige, lebensnahe und immer wieder humorvolle Geschichte, die auch bei schwierigeren Themen ihre Leichtigkeit behält.