Schönes Buch
ALLEINRUHELAGE
Eva Menasse
ET: 13.08.26
Manchmal gibt es Bücher, bei denen man gar nicht genau sagen kann, was einen eigentlich so gerne weiterlesen lässt. Bei „Alleinruhelage“ war es für mich vor allem die Stimme der Erzählerin. Ich habe ihr gerne dabei zugehört, wie sie auf ihr Leben, ihr Haus am See, die Menschen um sie herum und all die kleinen und großen Geschichten zurückblickt.
„Genug. Denn ich muss noch einmal aufbrechen. Ich möchte herausfinden, ob meine neue stabile Alleinruhelage nicht doch ein wenig mehr Bewegung verträgt. Haus, ich verkaufe dich.“
Zehn Jahre nach der Wende kauft unsere Ich-Erzählerin gemeinsam mit ihrem damaligen Mann ein Haus am See in einem ostdeutschen Dorf. Ein „Schnäppchen“, denken die beiden. Die Einheimischen sehen das allerdings ganz anders. Und auch mit den Dorfbewohnern kann sie nicht so recht etwas anfangen. Je mehr sie versucht, sich anzupassen, desto deutlicher fällt sie auf.
Das Haus sollte ihr Ruhepol werden, ein Ort zum Ankommen und Durchatmen. Doch so einfach ist das mit einem Haus eben nicht. Es muss ständig repariert, renoviert oder in Ordnung gebracht werden. Gleichzeitig wird es zu einem Ort, an dem sich unterschiedliche Lebensphasen spiegeln: glückliche Momente, Veränderungen, Trennungen und die Frage, wie es eigentlich weitergehen soll.
Nicht chronologisch, aber durchweg unterhaltsam erzählt Eva Menasse von Menschen, Tieren, Erinnerungen und den kleinen Absurditäten des Lebens. Mal amüsant, mal nachdenklich und immer mit einem feinen Blick für ihre Figuren.
Obwohl es spannende und bewegende Stellen gab, ist das Buch insgesamt eher unaufgeregt. Gerade diese ruhige Erzählweise hat für mich aber gut zur Geschichte gepasst. Und dank Eva Menasse weiß ich jetzt auch, wie ich meine Wühlmäuse im Garten vertreiben werde.
Fazit:
Gerne habe ich der Autorin gelauscht. Ich empfehle das Buch allen, die gut erzählte Geschichten, feine Beobachtungen und einen etwas anderen Blick auf das Leben mögen.
4/5
Eva Menasse
ET: 13.08.26
Manchmal gibt es Bücher, bei denen man gar nicht genau sagen kann, was einen eigentlich so gerne weiterlesen lässt. Bei „Alleinruhelage“ war es für mich vor allem die Stimme der Erzählerin. Ich habe ihr gerne dabei zugehört, wie sie auf ihr Leben, ihr Haus am See, die Menschen um sie herum und all die kleinen und großen Geschichten zurückblickt.
„Genug. Denn ich muss noch einmal aufbrechen. Ich möchte herausfinden, ob meine neue stabile Alleinruhelage nicht doch ein wenig mehr Bewegung verträgt. Haus, ich verkaufe dich.“
Zehn Jahre nach der Wende kauft unsere Ich-Erzählerin gemeinsam mit ihrem damaligen Mann ein Haus am See in einem ostdeutschen Dorf. Ein „Schnäppchen“, denken die beiden. Die Einheimischen sehen das allerdings ganz anders. Und auch mit den Dorfbewohnern kann sie nicht so recht etwas anfangen. Je mehr sie versucht, sich anzupassen, desto deutlicher fällt sie auf.
Das Haus sollte ihr Ruhepol werden, ein Ort zum Ankommen und Durchatmen. Doch so einfach ist das mit einem Haus eben nicht. Es muss ständig repariert, renoviert oder in Ordnung gebracht werden. Gleichzeitig wird es zu einem Ort, an dem sich unterschiedliche Lebensphasen spiegeln: glückliche Momente, Veränderungen, Trennungen und die Frage, wie es eigentlich weitergehen soll.
Nicht chronologisch, aber durchweg unterhaltsam erzählt Eva Menasse von Menschen, Tieren, Erinnerungen und den kleinen Absurditäten des Lebens. Mal amüsant, mal nachdenklich und immer mit einem feinen Blick für ihre Figuren.
Obwohl es spannende und bewegende Stellen gab, ist das Buch insgesamt eher unaufgeregt. Gerade diese ruhige Erzählweise hat für mich aber gut zur Geschichte gepasst. Und dank Eva Menasse weiß ich jetzt auch, wie ich meine Wühlmäuse im Garten vertreiben werde.
Fazit:
Gerne habe ich der Autorin gelauscht. Ich empfehle das Buch allen, die gut erzählte Geschichten, feine Beobachtungen und einen etwas anderen Blick auf das Leben mögen.
4/5