Und wie stehst du jetzt dazu?

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paulchen12 Avatar

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Das Haus, hier nur Haus genannt, soll verkauft werden; mit diesem Entschluss bringt uns Eva Menasse in eine Geschichte, die genauso ungreifbar wie die Lage des angesprochenen Wochenendhauses zu sein scheint. Eine Geschichte davon, wie man so ein Haus erwirbt, welche Arbeiten anfallen und welche Nachbarn die ostdeutsche Provinz irgendwo zwischen Berlin und der Grenze bereithalten. Menasse beschreibt das Aufwachsen dieser Familie und ihre Reaktion auf die nahen Bewohner des Waldes anschaulich, jedoch ungewohnt skurril, zudem nur aus der Sicht einer Person.

Diese Skurrilität ist oft, aber auch übertrieben. Jede:r Bewohner:in ist ganz besonders ostdeutsch, links oder rechts. Jedes Haus folgt einem ganz besonderem Aussehen. Jeder Dorfbewohner ist ganz besonders verschwiegen gegenüber der vergangenen Republik. Die Beschreibung dieses “Ostens” wirkt meiner Meinung nach etwas austauschbar. Bei immer weniger Verständnis zwischen “denen” und "uns" hilft diese Andersartigkeit, diese durch Menasse durchaus beschriebene Mehrdeutigkeit der Lebensperspektiven, nur bedingt ein anderes, als das häufig erzählte Bild zu bieten.

Am Ende bleibt die Frage, die Menasse selbst aufwirft: "Und wie stehst du heute dazu?” (S. 48). Was bedeutet das alles? Und was für den Hausverkauf? Für mich ein Sommerroman, der mich toll unterhalten hat, aber eben auch nicht mehr.