Unterhaltsam und ok.
„𝘕𝘪𝘦𝘮𝘢𝘯𝘥 𝘧ü𝘩𝘭𝘵𝘦 𝘴𝘪𝘤𝘩 𝘧ü𝘳 𝘪𝘳𝘨𝘦𝘯𝘥𝘦𝘵𝘸𝘢𝘴 𝘷𝘦𝘳𝘢𝘯𝘵𝘸𝘰𝘳𝘵𝘭𝘪𝘤𝘩, 𝘢𝘣𝘦𝘳 𝘢𝘭𝘭𝘦 𝘣𝘢𝘭𝘭𝘵𝘦𝘯 𝘪𝘮𝘮𝘦𝘳𝘻𝘶 𝘥𝘪𝘦 𝘍𝘢𝘶𝘴𝘵 𝘪𝘯 𝘥𝘦𝘳 𝘛𝘢𝘴𝘤𝘩𝘦.“
„Haus, ich verkaufe dich.“ So lautet der erste Satz des neuen Romans von Eva Menasse. Es geht um ein altes Ferienhaus in der Nähe von Berlin, welches die Protagonistin mit und für ihre Familie vor Jahrzehnten gekauft hat. Ein verlassenes altes Gasthaus an einem See, irgendwann gab es auch einen Campingplatz. Der Entschluss, das Haus endgültig zu verkaufen, ist Ausgangspunkt für Rückblicke auf das Leben der Erzählerin. Auf großgezogene Kinder mit Sommer voller Sonne und Badetagen, auf gescheiterte Beziehungen und die Spannungen zwischen Einheimischen und den Städtern. Besonderheiten aus den Jahren nach der Wende werden beschrieben, Episoden von kleinen Abenteuern und typischen Hauskatastrophen wie geplatzten Rohren.
Die Herkunft Österreich sowie den Beruf der Erzählerin hat diese gemeinsam mit der Autorin Eva Menasse. Und doch soll hier keinesfalls auf autobiografisches Material geschlossen werden – das macht auch gar keinen Sinn, wie Eva Menasse zur Einleitung verrät. Aber damit öffnet sie die Möglichkeit, herrliche österreichische Beschreibungen mit einzubauen und einen zusätzlichen Blick zu wagen.
Ein Buch, das keineswegs mit dem Vorgängerroman „Dunkelblum“ vergleichbar ist. Ganz etwas anderes, aber sehr unterhaltsam.