Vielleicht wird das mein Buch des Jahres!

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-madita- Avatar

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Wie lange habe ich mir gewünscht, mal wieder ein Buch in den Händen zu halten, das mich meine Umgebung, meinen Alltag, meine größeren und kleineren Verpflichtungen vergessen lässt. Ich wollte es nicht weg legen, wollte lesen, lesen, lesen.

Jetzt habe ich die letzten Seiten umgeblättert, habe mich gemeinsam mit der Ich-Erzählerin von einen kleinen Haus in "Alleinruhelage" an einem See irgendwo im Brandenburger Nirgendwo verabschiedet - und fühle mich irgendwie einsam. Lesend habe ich mehr als zwanzig Jahre mit der Protagonistin, ihren wachsenden und wechselnden Familienmitgliedern verbracht, bin mit ihr weit zurück in die Zeit des Nationalsozialismus, in die Zeit des Kalten Krieges, in die Zeit der Wiedervereinigung und in die aktuelle Zeit gereist.

Wie klug, überlegt und sprachgewandt sie Dinge darlegt, hinterfragt, wertet und auch eine Wertung dem lesenden Publikum überlässt, all das hat mich außerordentlich begeistert. An vielen Stellen hat sie mich amüsiert, weil ihre Sprache voller Witz und Farbigkeit ist. Aber sie kann auch anders, versteht Zwischentöne zu setzen, Nachdenklichkeit zu provozieren und Emotionen zu wecken.

Mein Fazit: Ein großartiges Buch von einer großartigen Autorin, das ich uneingeschränkt empfehle!