Vom Anfang und vom Ende

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gabriele 60 Avatar

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„Wir alle jagen ein Leben lang dem Glück hinterher und müssen lernen, dass man es erst erkennt, wenn es gerade vergeht.“
In diesem Buch lässt die österreichische Schriftstellerin Eva Menasse (*1970) eine Ich-Erzählerin Ausschnitte aus ihrem Leben im Wochenendhaus am Wandlitzsee, nördlich von Berlin, wiedergeben. Nachdem ihre Ehe gescheitert ist, will sie es verkaufen und hält Zwiesprache mit den Wänden, die ihr einst glückliche Zeiten mit Familie und Freunden beschert hatten.
Ich konnte viele Erinnerungen gut nachfühlen. Sie führten vom jetzt zurück in die Zeit kurz nach der Wiedervereinigung mit all ihren Hindernissen und Schwierigkeiten; in eine Zeit, in der so manches Gesetz einfach umgangen wurde. Wir lernen eine Gemeinschaft von Datschensiedlern kennen, die sich mal besser, mal schlechter vertragen und kommen in einer Zeit an, in der politische Grenzen eine immer geringere Rolle spielen. Was aber nicht bedeutet, dass es keine Fremdheit mehr gibt.
Die Autorin beschreibt die umgebende Natur sehr genau und liebevoll und bringt uns die Menschen ihrer Umgebung näher. Gleichzeitig hält sie humorvolle Tipps für Hobbygärtner bereit. Sehr deutlich werden die Probleme der Erzählerin mit dem mecklenburgischen Menschenschlag.
Das am Ende sehr melancholische Buch hat es mir allerdings nicht erlaubt, die Gedankengänge kontinuierlich zu verfolgen. Diverse Zeitsprünge in der Erzählung brachten mich durcheinander.