wilde Mischung

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aurelia23 Avatar

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Mein erstes Buch von der ehemaligen Stadtschreiberin Eva Menasse und meine Erwartungen waren schon recht hoch - leider wurde ich dann doch enttäuscht, vielleicht auch weil es wohl ein für die Autorin stilistisch eher ungewöhnliches Buch ist.

Die Ich-Erzählerin verkauft ihr Sommerhaus in der ostdeutschen Provinz und reflektiert dabei die Wendungen die ihr Leben in den letzten 20 Jahren dort genommen hat und allerlei Anekdoten und Reibereien mit den Nachbarn.

Menasse schreibt intelligent, pointiert und witzig.
Für mich jedoch gab es die große Frage "Wohin will das Buch?" denn ist es nun eine amüsante Haussanierungsgeschichte? Ein schmerzlicher Rückblick einer mittelalten Frau? Eine Ost/Westgeschichte? Eine Familiengeschichte? Diese Unentschlossenheit, dieser Mix an Stilen war nicht meins.

Was mich beim Lesen auch etwas gestört hat, waren die zeitlichen und inhaltlichen Sprünge, man liest mehr Tagebucheinträge als eine für Lesende bestimmte Geschichte und mehr als einmal wusste ich gar nicht um welche Zeit und welchen Mann es gerade geht.
Wie immer bei Büchern bei denen sich Autor und Erzähler augenscheinlich zu 100% decken, fällt es mir auch schwer zu glauben das hier Änderungen und künstlerische Freiheiten vorliegen. Es ist nicht autobiographisch gedacht aber für mich hat es sich doch eben genauso gelesen, warum mich das genau stört weiß ich leider selbst nicht.

Gut lesbar aber keine Empfehlung von mir.