Geheimnisse hinter der perfekten Fassade?

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sophia.mühlfelder Avatar

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Die Leseprobe von „Alles ihre Schuld“ hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Besonders der Einstieg ist der Autorin gelungen, weil man direkt gut in die Handlung hineinkommt. Die Szenen wurden ausführlich beschrieben, sodass ich mir alles gut vorstellen konnte und der Geschichte leicht folgen konnte. Schon nach wenigen Seiten entstand eine unangenehme und spannende Atmosphäre, weil plötzlich niemand mehr weiß, wo Milo ist.

Vor allem Marissas Panik konnte ich sehr gut nachvollziehen. Sie vertraut ihrem Au-pair Ana eigentlich vollkommen und plötzlich steht die Möglichkeit im Raum, dass genau diese Person etwas mit dem Verschwinden ihres Kindes zu tun haben könnte. Dadurch wirkt die Situation noch bedrückender und realistischer. Während des Lesens habe ich richtig mit Marissa mitgefühlt.

Am interessantesten finde ich bisher die Figur Ana. Sie wirkt geheimnisvoll und man merkt schnell, dass die Familie eigentlich gar nicht so viel über sie weiß. Dadurch entsteht automatisch Misstrauen und man fragt sich die ganze Zeit, ob sie wirklich etwas mit Milos Verschwinden zu tun hat oder ob alles nur ein großes Missverständnis ist.

Auch die Nachbarschaft und die anderen Eltern fand ich interessant dargestellt. Man merkt, dass sich alle untereinander kennen, aber gleichzeitig hat man das Gefühl, dass viele einfach froh sind, dass nicht ihr eigenes Kind betroffen ist. Manche versuchen zu helfen, andere wirken eher oberflächlich oder unseriös.

Besonders gut fand ich außerdem, dass einige Wendungen überraschend kamen und man nie genau wusste, wem man vertrauen kann. Das Ende der Leseprobe macht auf jeden Fall neugierig und ich würde sehr gerne weiterlesen, um herauszufinden, was wirklich passiert ist, wer die Wahrheit sagt und wie es weitergeht.