Jede Mutter würde daran zerbrechen

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chiara-maria Avatar

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Mein erster Eindruck von Alles ihre Schuld ist unglaublich intensiv und spannend. Schon das Cover hat mich sofort angesprochen, weil es trotz der ruhigen Straßenszene eine düstere und bedrückende Atmosphäre ausstrahlt. Der Titel macht direkt neugierig und vermittelt sofort das Gefühl, dass hinter der Geschichte viele Geheimnisse und Schuldfragen stecken.

Die Leseprobe hat mich von der ersten Seite an gepackt. Besonders stark fand ich den Einstieg mit Marissa vor der falschen Haustür. Die Situation wirkt zuerst wie ein simples Missverständnis, entwickelt sich aber innerhalb weniger Seiten zu einem absoluten Albtraum. Genau dieser schleichende Spannungsaufbau hat mich komplett gefesselt. Beim Lesen spürt man die Panik der Mutter immer stärker und beginnt selbst zu überlegen, wem man überhaupt noch vertrauen kann.

Auch der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er ist flüssig, emotional und gleichzeitig unglaublich atmosphärisch. Die kurzen Kapitel und Perspektivwechsel sorgen dafür, dass man ständig weiterlesen möchte. Besonders gelungen finde ich, dass die Autorin alltägliche Situationen so realistisch beschreibt, dass die Geschichte erschreckend glaubwürdig wirkt.

Die Charaktere wirken bisher authentisch und vielschichtig. Marissa konnte ich sofort verstehen, weil ihre Angst und Verzweiflung so greifbar dargestellt werden. Gleichzeitig wirken auch die anderen Figuren verdächtig oder geheimnisvoll, wodurch man ständig neue Theorien entwickelt. Besonders spannend finde ich die Frage, ob Ana wirklich etwas mit Milos Verschwinden zu tun hat oder ob alles ganz anders ist, als es scheint.

Ich erwarte von der Geschichte einen nervenaufreibenden Thriller voller Wendungen, Geheimnisse und psychologischer Spannung. Genau solche Bücher liebe ich, weil sie einen emotional mitnehmen und man beim Lesen unbedingt die Wahrheit herausfinden möchte. Deshalb würde ich das Buch unglaublich gerne weiterlesen.