Wenn ein Playdate zum Albtraum wird

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riot24 Avatar

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Schon das Cover von Alles ihre Schuld hat mich sofort angesprochen. Es wirkt auf den ersten Blick fast ruhig und alltäglich, aber genau dadurch entsteht ein unangenehmes Gefühl, weil man sofort ahnt, dass hinter dieser scheinbar normalen Nachbarschaft etwas Dunkles lauert.

Die Leseprobe hat mich direkt gepackt. Der Einstieg ist eigentlich ganz schlicht: Marissa möchte ihren kleinen Sohn Milo von einem Playdate abholen. Doch dann öffnet nicht die erwartete Mutter die Tür, sondern eine fremde Frau, und plötzlich stimmt gar nichts mehr. Diese Szene fand ich unglaublich stark, weil die Panik nicht künstlich aufgebaut wirkt, sondern sich Schritt für Schritt steigert. Erst ist es nur Verwirrung, dann Unsicherheit, dann pure Angst. Als klar wird, dass Milo nicht dort ist, wo er sein sollte, war ich sofort mitten in der Geschichte.

Besonders gut gefallen hat mir, wie realistisch die Situation erzählt wird. Man spürt Marissas Gedankenrasen, ihre Selbstvorwürfe und ihre verzweifelte Hoffnung, dass alles nur ein Missverständnis sein muss. Genau das macht die Leseprobe so beklemmend. Es geht nicht um einen fernen, unrealistischen Schrecken, sondern um eine Angst, die sich sehr nah und greifbar anfühlt.

Auch die Perspektive von Jenny fand ich spannend, weil dadurch sofort klar wird, dass hinter dem Verschwinden mehr steckt als eine einfache Verwechslung. Die Nachbarschaft wirkt nach außen perfekt, aber schon nach wenigen Seiten merkt man, wie viel Misstrauen, Gerede und unausgesprochene Vorurteile darunter liegen. Das macht neugierig auf die Dynamik zwischen den Figuren und darauf, wer wirklich etwas zu verbergen hat.

Der Schreibstil ist flüssig, direkt und sehr fesselnd. Ich konnte die Anspannung beim Lesen richtig spüren und wollte sofort wissen, was mit Milo passiert ist und welche Rolle Ana, die falsche Nachricht und die anderen Eltern spielen. Für mich verspricht die Leseprobe einen nervenaufreibenden Thriller, der mit einer alltäglichen Situation beginnt und daraus einen echten Albtraum macht. Genau solche Geschichten, bei denen man jeder Figur misstraut und trotzdem unbedingt weiterlesen muss, liebe ich.