Nicht alles ist, wie es scheint

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readaholic Avatar

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Der vierjährige Milo, Sohn des gut situierten Unternehmerehepaars Irvine, wird aus seinem Kindergarten in einem noblen Vorort von Dublin entführt. Entführerin soll ausgerechnet Carrie, die Nanny eines anderes Kindergartenkindes sein. Die Polizei arbeitet auf Hochtouren und auch Milos Eltern und Freunde verteilen Handzettel mit dem Bild des Jungen, doch tagelang ergeben sich keine Hinweise und es geht auch keine Lösegeldforderung ein. Steckt tatsächlich Carrie hinter der Entführung oder wurde sie dazu gezwungen? Die schüchterne junge Frau machte nicht den Eindruck, als ob sie zu einer Entführung fähig wäre.
Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln aus dem Blickwinkel verschiedener Personen erzählt. Nach einem äußerst spannenden Einstieg folgt allerdings ein ziemlich zäher Mittelteil, der durch viele Belanglosigkeiten aufgebläht wird. Es ist wirklich schade, dass viele Autoren zu diesem Mittel greifen, damit möglichst viele Seiten zusammenkommen. Wenn dieses Buch um 100 Seiten kürzer wäre, hätte es mir wesentlich besser gefallen, denn am Schluss nimmt die Story noch einmal richtig Fahrt auf. Es folgen so viele Plot twists, dass einem regelrecht schwindlig wird. Das Ende ist völlig überraschend und hat mich ein Stück weit mit dem langatmigen Mittelteil versöhnt.