Solider Thriller
Alles ihre Schuld hat mich echt schnell gepackt. Die Geschichte startet direkt mit einer Situation, die einem als Elternteil wahrscheinlich den absoluten Albtraum beschert: Marissa will ihren vierjährigen Sohn Milo nach einem Playdate abholen, steht an der vereinbarten Adresse – und die Frau, die öffnet, kennt weder Milo noch das andere Kind.
Besonders gut fand ich, dass Andrea Mara den Spannungsbogen durch viele Wendungen konstant hochhält. Ich wollte immer wissen, was als Nächstes passiert, und habe das Buch deshalb ziemlich schnell durchgelesen.
Auch das Setting hat mir gefallen. Die Atmosphäre dieses Dubliner Vororts, mit dem Kindergarten in dem jeder jeden kennt und Gerüchte sich schneller verbreiten als die Wahrheit, war total greifbar. Gerade diese Dynamik mit den tratschenden Müttern hat sich irgendwie sehr authentisch angefühlt.
Außerdem mochte ich, dass das Buch ganz nebenbei gesellschaftliche Themen aufgreift. Besonders die unterschiedlichen Erwartungen an Mütter und Väter fand ich interessant: Die arbeitenden Mütter werden von anderen schnell dafür verurteilt, ihre Kinder “abzugeben” oder nicht sorgfältig genug zu sein während die Väter für dieselbe Situation kaum hinterfragt werden. Diese Doppelmoral wird im Buch gut dargestellt, ohne dabei belehrend zu wirken.
Ein kleiner Kritikpunkt war für mich, dass manche Figuren etwas zu klischeehaft und schwarz/weiß geraten sind, zum Beispiel die Mutter des einen Kindermädchens.
Die Auflösung konnte mich zwar überraschen, war für meinen Geschmack aber schon ziemlich konstruiert. Beim Lesen dachte ich mehr als einmal: Okay, das würde in der Realität wahrscheinlich so eher nicht funktionieren.
Insgesamt ist Alles ihre Schuld für mich ein solider Thriller, der mit einer starken Grundidee, viel Spannung und einem hohen Lesetempo überzeugt – auch wenn ich bei der Auflösung ein paar Abstriche machen musste.
Besonders gut fand ich, dass Andrea Mara den Spannungsbogen durch viele Wendungen konstant hochhält. Ich wollte immer wissen, was als Nächstes passiert, und habe das Buch deshalb ziemlich schnell durchgelesen.
Auch das Setting hat mir gefallen. Die Atmosphäre dieses Dubliner Vororts, mit dem Kindergarten in dem jeder jeden kennt und Gerüchte sich schneller verbreiten als die Wahrheit, war total greifbar. Gerade diese Dynamik mit den tratschenden Müttern hat sich irgendwie sehr authentisch angefühlt.
Außerdem mochte ich, dass das Buch ganz nebenbei gesellschaftliche Themen aufgreift. Besonders die unterschiedlichen Erwartungen an Mütter und Väter fand ich interessant: Die arbeitenden Mütter werden von anderen schnell dafür verurteilt, ihre Kinder “abzugeben” oder nicht sorgfältig genug zu sein während die Väter für dieselbe Situation kaum hinterfragt werden. Diese Doppelmoral wird im Buch gut dargestellt, ohne dabei belehrend zu wirken.
Ein kleiner Kritikpunkt war für mich, dass manche Figuren etwas zu klischeehaft und schwarz/weiß geraten sind, zum Beispiel die Mutter des einen Kindermädchens.
Die Auflösung konnte mich zwar überraschen, war für meinen Geschmack aber schon ziemlich konstruiert. Beim Lesen dachte ich mehr als einmal: Okay, das würde in der Realität wahrscheinlich so eher nicht funktionieren.
Insgesamt ist Alles ihre Schuld für mich ein solider Thriller, der mit einer starken Grundidee, viel Spannung und einem hohen Lesetempo überzeugt – auch wenn ich bei der Auflösung ein paar Abstriche machen musste.