Spannung bis zum Schluss!

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jadwiga Avatar

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. Wenn Verwirrung ein Buch wäre,
dann hätte „Alles ihre Schuld“ sie zur Perfektion erhoben und zwar auf die denkbar beste Weise. Dieser Thriller ist so raffiniert konstruiert, dass er seine Leser nicht nur einmal, sondern immer wieder auf falsche Fährten lockt. Mit jeder Wendung wächst die Spannung, während Gewissheiten bröckeln und neue Fragen entstehen.
Wer sich gerne von einer fesselnden Geschichte in die Irre führen lässt und bis zur letzten Seite miträtseln möchte,
sollte „Alles ihre Schuld“ unbedingt lesen. 4,5/5 ⭐️

. Aber worum geht es genau…
Eine Mutter möchte ihren Sohn von einem Spieldate abholen, jedoch ist die Adresse, die sie von der angeblichen Mutter bekommen hat per SMS falsch. Der Junge scheint unauffindbar und ein Wettlauf gehen die Zeit beginnt…


. In „Alles ihre Schuld“ begleiten wir mehrere Ich-Erzählerinnen, allen voran Jenny und Marissa, die als zentrale Figuren der Geschichte im Mittelpunkt stehen. Daneben kommen weitere Charaktere zu Wort. Zugegeben…
Eine der Perspektiven hätte ich persönlich gerne gegen eine andere eingetauscht, da ich das Gefühl hatte, dass diese der Handlung noch mehr Tiefe hätte verleihen können.
. Betrachtet man den Roman jedoch als Ganzes, wird deutlich, warum die Autorin genau diese Stimmen gewählt hat. Im Fokus stehen die Lebenswelten der Mütter…
ihre Sorgen, Hoffnungen und Herausforderungen…
genau diese Facetten werden durch die unterschiedlichen Perspektiven eindrucksvoll eingefangen. Meine Kritik bewegt sich daher wirklich auf höchstem Niveau.
. Die Figuren gewinnen schnell an Kontur. Ihre Ängste, Zweifel und inneren Konflikte werden ebenso beleuchtet wie ihre Beziehungen und ihr Alltag. Ob ich sie als durchweg sympathisch bezeichnen würde, weiß ich nicht. Vor allem aber wirken sie authentisch. Jede von ihnen erscheint greifbar und real, wodurch die unterschiedlichen Lebensrealitäten und Wahrnehmungen der Frauen besonders eindrucksvoll zur Geltung kommen. Dadurch ist dieser Roman weit mehr als ein klassischer Thriller, der ausschließlich nur von Spannung lebt.
Mara versteht es meisterhaft, diese Spannung über die gesamte Handlung hinweg aufrechtzuerhalten, ohne dabei ins Unglaubwürdige abzudriften. Ihr Schreibstil ist fesselnd und lädt dazu ein, jeder Spur nachzugehen. Gemeinsam mit den Figuren setzen wir Stück für Stück das Puzzle zusammen, bis sich schließlich die Wahrheit offenbart. Dabei werden alle offenen Fragen schlüssig beantwortet.
Mit der Auflösung habe ich nicht gerechnet, doch gerade das machte ihren Reiz aus. Sie wirkte keineswegs aus der Luft gegriffen, sondern fügte sich nahtlos in die Geschichte ein. Besonders das Ende hat mich begeistert. Es war kraftvoll, emotional und blieb noch lange nach dem Zuschlagen des Buches in meinen Gedanken. Denn eines zeigt dieser Roman eindrucksvoll…
Die Liebe einer Mutter ist ebenso unberechenbar wie grenzenlos.
. Für mich ist „Alles ihre Schuld“ ein rundum gelungener Thriller, den ich mit großer Freude weiterempfehle!