Thriller der Extraklasse

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pmelittam Avatar

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Als Marissa ihren vierjährigen Sohn Milo von seinem Playdate abholen will, stellt sich heraus, dass sie eine falsche Adresse bekommen hat. Nach einem Anruf bei der Mutter des Kindes, mit dem er das Date haben sollte, scheint klar, dass Milo entführt worden ist.

Erzählt wird die Geschichte aus den Perspektiven dreier Frauen, die alle Mütter sind und auf ihre jeweils eigene Weise mit dem Fall zu tun haben, eine ist natürlich Marissa, über die beiden anderen möchte ich aus Spoilergründen lieber nichts sagen. Mit einer davon konnte ich so gar nicht mitfühlen, aber das ist von Autorin wohl auch nicht beabsichtigt, denn diese Frau wird sehr kaltherzig und egozentrisch charakterisiert. Zwischendurch gibt es Rückblenden, die unter anderem eine weitere Frau mit ins Zentrum stellen, die ebenfalls in den Fall involviert ist.

Ein Fall übrigens, bei dem es öfter den Anschein hat, nun sei klar, was passiert ist, nur um dann wieder alles mögliche auf den Kopf zu stellen. Das macht einen großen Teil des Reizes und der Spannung aus, und ist in meinen Augen ohne eindeutige Logikbrüche, auch wenn mich der eine oder andere Charakter enttäuschen konnte. Aber auch das zeigt mir, wie gut der Aufbau der Geschichte und die Charakterzeichnungen gelungen sind.

Für mich ist dieser Roman ein Thriller der Extraklasse, spannend, überraschend, auch emotional packend und mit gelungenen Charakteren. Thrillerfans sollten zugreifen.