Wer trägt wirklich die Schuld?

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lesemaus2021 Avatar

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Der vierjährige Milo ist nach der Schule mit einem Jungen aus seiner Klasse zum Spielen verabredet. Seine Mutter Marissa hat diese Verabredung per Textnachricht vereinbart und als sie Milo am Abend abholen möchte, öffnet ihr unter der mitgeteilten Adresse eine fremde Frau die Haustüre. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn keiner weiß wo Milo sich aufhält.

Die ersten Seiten des Buches haben mich regelrecht gefesselt. Die Angst und die Panik die Marissa verspürt konnte ich regelrecht fühlen. Die ganze Situation war so unglaublich beängstigend und sofort habe ich mir die schlimmsten Dinge ausgemalt. Leider flachte die ganze Story von der Spannung her sehr schnell ab und die Geschichte zog sich und rutschte für meinen Geschmack kurzzeitig in Langatmigkeit ab. Relativ schnell wird klar, wer für Milos Entführung verantwortlich ist, aber nicht warum. Immer wieder gibt es Rückblicke aus der Vergangenheit und es bleibt unheimlich viel Raum für Spekulationen. Misstrauen gegenüber vertraute Personen macht sich breit. Plötzlich ist nicht mehr klar, wem man überhaupt noch trauen kann. Gerade das hat mir sehr gut gefallen.

Die Auflösung ist schockierend und absolut nicht vorhersehbar. Das Ende entschädigt auf jeden Fall für einen teilweise wirklich langatmigen Mittelteil.