Zwei Freunde?

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bookworld91 Avatar

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Eine Verabredung zweier Schulfreunde. Eine Nanny, die keine ist. Und ein verschwundener Junge. So viel Krimi verspricht „Alles ihre Schuld“.

Marissas Sohn Milo ist mit seinen Klassenkameraden Jacob verabredet. Oder? Denn als die Mutter ihren Sohn abholen möchte, kommt sie an die falsche Adresse und von Jacob fehlt jede Spur. Was hat es damit auf sich? Und wer hat ihr geschrieben, wenn Jacobs Mutter von nichts weiß? Ein Rennen gegen die Zeit beginnt…

Der Thriller startet mit der erhofften Spannung. Viele W- Fragen ploppen während des Lesens in meinem Kopf auf. Wer hat die Nachricht geschrieben? Was ist wirklich passiert? Und wo ist Milo? Diese Fragen schaffen es, verbunden mit Andrea Maras Schreibstil voller Attribute, meine Neugierde zu wecken.

Mindestens genau so spannend wie der Beginn und der Schreibstil sind die Charaktere. Jenny, Jacobs Mutter, erscheint mir anfangs sehr mysteriös. Hat sie etwas zu verbergen? Und was ist mit Marissas Mann? Macht ihm die Situation nicht nervös? Ich lerne viele Charaktere kennen, die jeder für sich sehr spannend dargestellt sind.

Auch die Plottwists inklusive dem Ende sind mehr als spannend. Erst nach und nach zeichnet sich ab, was wirklich passiert ist und wer wie involviert ist. Das ist für mich als Leserin spannend zu verfolgen und hält die Neugierde entsprechend hoch.

Im Kontrast zu Beginn und Ende steht jedoch der mittlere Teil des Thrillers. Hier dreht sich vieles im Kreis, es passiert eher wenig und die Handlung scheint zu stocken. Das ist sehr schade, da es den Lesefluss verlangsamt. Einige Spannungsaspekte, wie zum Beispiel gezielt eingesetzte falsche Spuren oder neue Ermittlungsansätze hätten helfen können. So aber gebe ich den insgesamt sehr gelungenen Thriller vier Sterne.