Achtung, moralische Kurzgeschichten

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lesenistliebe Avatar

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Als ich den Roman begonnen habe, war mir nicht klar, dass darin fünf Kurzgeschichten enthalten sind. Während die ersten beiden noch miteinander verkettet sind und tiefgründig und mit Galgenhumor von einer schweren Krankheit erzählen, konnten mich die anderen Geschichten, die nahezu keine Verbindung miteinander haben, nicht abholen. Dafür waren die Geschichten schlichtweg zu kurz, und es wirkte teilweise aufgesetzt, trashig. Die Figuren hätte ich gerne näher kennengelernt, nicht nur die eine Seite, die die Autorin zeigen will. Ihr scheint es hauptsächlich darum zu gehen, verschiedene Fragen der Moral abzuhandeln. Dennoch bleibt es wichtig, bei diesem flüssigen Schreibstil auch zwischen den Zeilen zu lesen, sonst verpasst man etwas. Für mich hat der Roman wichtige Momente gehabt, jedoch konnte er mich nicht mit den Gedanken gefesselt halten.
Insgesamt nette, wortgewandte Unterhaltung mit einer moralischen Perspektive, die auch ihre Anhänger finden wird. Man sollte sich nur zügig auf Kurzgeschichten einlassen können.