Alles Liebe?

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
naoise179 Avatar

Von

Ronja von Rönne kannte ich vor diesem Buch nur als Kolumnistin. Die Kolumnen habe ich allerdings gerne gelesen. Die waren etwas schräg.
"Alles Liebe" ist im Gegensatz dazu eher schwerer Tobak. Fünf Charaktere, fünf Menschen, die - lieben? Wohl eher lügen. Und nur wenige finden ein kleines bisschen Glück. Jedem Charakter ist ein Teil des Buches gewidmet, der letzte Teil zieht eine Verbindung.
Und so treffen wir Laura, Barbara, Heike, Fedor und Christina sowie Mattis. Kleine und große Tragödien, die das Leben der Charaktere beeinflussen, so dass nicht mehr sein kann wie es war. Menschen, die versuchen, ihr Leben zu ertragen. Und am Ende bleibt die Einsamkeit. Nur bei Fedor zeigt sich ein Hoffnungsschimmer.
Der Klappentext wirbt mit "Komisch. Grausam. Zärtlich". Manche Szenen mögen komisch wirken, aber meist sind sie im besten Falle tragikomisch. Rönne beschreibt ihre Figuren durchaus zärtlich, aber meiner Meinung nach trifft grausam es am besten. Das Schicksal ist grausam, einige der Charaktere sind grausam und so bleibt dem Leser ein Ende, dass niemandem Absolution erteilt. Ein tolles Buch, aber nichts zum Wohlfühlen.