Alles, nur keine Liebe?

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marikutsch Avatar

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Laura denkt sich dramatische Geschichten aus, um durch Mitleid Aufmerksamkeit zu bekommen.
Barbara stürzt sich nach dem Tod ihrer Tochter Hals über Kopf in eine imaginäre Affäre mit einem Versandhauskatalogmodel.
Heikes Leben ist stoisches Ertragen einer langweiligen Existenz. Christina kommt ihre Liebe plötzlich abhanden, während ihr Partner immer mehr hineinsteigert und Matthis verrennt sich so sehr in seine Obsession, die Wahrheit zu finden, dass er schließlich etwas Grausames tut.
Wie macht man aus diesen Kurzgeschichten einen Roman? Absolut geschmeidig, wie Ronja von Rönne beweist. Dass diese Frau erzählen kann, wissen wir schon von ihren anderen Romanen und auch dieses Mal werden wir nicht enttäuscht. So tiefgründig und gleichzeitig leichtfüßig erzählt sie, dass man nicht aufhören möchte zu lesen. Das Buch macht traurig, wütend, melancholisch und ist gleichzeitig so lustig und skurril. Wie schafft sie das? Ich weiß es nicht. Ich hoffe, Ronja von Rönne vergisst irgendwann in der Zukunft auch wieder, wie anstrengend das Schreiben dieses Romans war und beehrt uns weiterhin mit ihren Büchern.