Eine absolute Sprachgewalt über das was wir Liebe nennen
"Alles Liebe" ist ein Buch, das wirklich direkt reingeht und lange nachhallt. Es stellt sehr konsequent die Frage, was wir eigentlich über Liebe und Beziehungen gelernt haben und ob das überhaupt gesund ist.
Im Zentrum steht diese Vorstellung, dass eine Paarbeziehung das höchste Ziel sein soll und dass man darin möglichst viel aushalten muss, um als wirklich liebend zu gelten. Dieses Ideal wird hier komplett auseinander genommen. Es geht darum, wie schnell man sich in Beziehungen abhängig machen kann, wie leicht man sich selbst verliert und wie Dinge, die eigentlich Grenzen überschreiten, irgendwann als normal oder sogar romantisch wahrgenommen werden.
Beim Lesen hatte ich ständig das Gefühl, dass mir jemand Dinge ausspricht, die man sonst eher wegdrückt. Ich habe das Buch sehr schnell verschlungen und an vielen Stellen einfach nur gedacht, wie kann das eigentlich so normal geworden sein, was hier beschrieben wird.
Besonders hängen geblieben ist bei mir dieser Blick auf das Umfeld. Wenn ich an die Beziehungen im Freundeskreis meiner Mutter denke oder an das, was ich aus älteren Generationen kenne oder auch heute noch im eigenen Umfeld sehe, dann wirkt vieles von dem, was im Buch beschrieben wird, gar nicht so weit weg. Eher im Gegenteil.
Das Buch ist unbequem und genau deshalb wichtig. Es zwingt einen dazu, nochmal ehrlich zu schauen, was wir Liebe nennen und was davon vielleicht eher Anpassung, Angst oder Gewohnheit ist. Es ist keine leichte Lektüre, aber eine, die etwas im Kopf verschiebt.
Im Zentrum steht diese Vorstellung, dass eine Paarbeziehung das höchste Ziel sein soll und dass man darin möglichst viel aushalten muss, um als wirklich liebend zu gelten. Dieses Ideal wird hier komplett auseinander genommen. Es geht darum, wie schnell man sich in Beziehungen abhängig machen kann, wie leicht man sich selbst verliert und wie Dinge, die eigentlich Grenzen überschreiten, irgendwann als normal oder sogar romantisch wahrgenommen werden.
Beim Lesen hatte ich ständig das Gefühl, dass mir jemand Dinge ausspricht, die man sonst eher wegdrückt. Ich habe das Buch sehr schnell verschlungen und an vielen Stellen einfach nur gedacht, wie kann das eigentlich so normal geworden sein, was hier beschrieben wird.
Besonders hängen geblieben ist bei mir dieser Blick auf das Umfeld. Wenn ich an die Beziehungen im Freundeskreis meiner Mutter denke oder an das, was ich aus älteren Generationen kenne oder auch heute noch im eigenen Umfeld sehe, dann wirkt vieles von dem, was im Buch beschrieben wird, gar nicht so weit weg. Eher im Gegenteil.
Das Buch ist unbequem und genau deshalb wichtig. Es zwingt einen dazu, nochmal ehrlich zu schauen, was wir Liebe nennen und was davon vielleicht eher Anpassung, Angst oder Gewohnheit ist. Es ist keine leichte Lektüre, aber eine, die etwas im Kopf verschiebt.